Business Insider Deutschland

    Spionageverdacht: Deutsche Geheimdienstler sollen schon 2011 vor Huawei gewarnt haben

    Spionageverdacht: Deutsche Geheimdienstler sollen schon 2011 vor Huawei gewarnt haben


    Der chinesische Telekommunikationskonzern Huawei steht bei deutschen Geheimdienstlern offenbar schon länger unter Spionageverdacht. So soll der Bundesnachrichtendienst (BND) bereits 2011 gewarnt haben, „dass bei einem Einsatz von Komponenten der Firma...

    Der chinesische Telekommunikationskonzern Huawei steht bei deutschen Geheimdienstlern offenbar schon länger unter Spionageverdacht. So soll der Bundesnachrichtendienst (BND) bereits 2011 gewarnt haben, „dass bei einem Einsatz von Komponenten der Firma Huawei in sensitiven Bereichen deutscher Behörden und Unternehmen die Risiken einer nachrichtendienstlichen Ausspähung steigen“. Das berichten WDR, NDR und die „Süddeutsche Zeitung“

    Die damalige Warnung des BND soll auch ein Grund gewesen sein, warum Huawei 2013 nicht mit in eine Arbeitsgruppe des „Nationalen IT-Gipfels“ aufgenommen wurde. Der Gipfel unter Federführung der Bundesregierung sollte den IT-Standort Deutschland stärken. Huawei hatte laut WDR, NDR und „SZ“ zuvor in einem Brief an den damaligen Innenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) darum geworben, in die Arbeitsgruppe vier des Gipfels ("Vertrauen, Datenschutz und Sicherheit im Internet") aufgenommen zu werden.

    Innenministerium wandte sich offenbar von Huawei ab

    Das Innenministerium lehnte laut dem Bericht ab. Huawei sei ein „industriepolitisches Instrument der chinesischen Regierung“, die „Besetzung von Weltmarkführungspositionen in allen strategisch wichtigen Technologiebereichen“ ein „globales Ziel“, zitiert der Rechercheverband aus einem internen Vermerk des Ministeriums.

    Westliche Geheimdienste und die USA warnen vor einer Beteiligung Huaweis am 5G-Netzausbau. Sie werfen dem Konzern Spionage durch den Einsatz chinesischer Technikkomponenten und eine Nähe zur Regierung in Peking vor. Auch der BND soll die Bundesregierung zuletzt vor dem Einsatz von Huawei-Technik beim 5G-Ausbau gewarnt haben. 

    Merkel zur Huawei-Debatte: „Dürfen nicht blauäugig sein“

    Der Technikchef von Huawei Deutschland, Walter Haas, hatte sich zuletzt im Interview mit Business Insider Deutschland kritisch zu der jüngsten Warnung des BND geäußert. Es habe sich bisher „kaum jemand damit beschäftigt, wie ein Telekommunikationsnetz aufgebaut“ sei, wie die „Architekturen“ seien und wie „Sicherheitskonzepte“ aussähen, so Haas. Die BND-Einschätzung sei „generellen Bedenken gegenüber China geschuldet“.

    Grünen-Digitalexperte Konstantin von Notz erklärte im Gespräch mit Business Insider Deutschland, die Bundesrepublik brauche „eine unabhängige Überprüfung aller Anbieter und Komponenten, zumindest in hochsicherheitsrelevanten Einsatzbereichen.“

    Man dürfe nicht „blauäugig“ sein, aber auch kein Unternehmen grundsätzlich ausschließen, sagte Kanzlerin Angela Merkel am Dienstag zum Start der Versteigerung von 5G-Netz-Frequenzen. Zuvor hatte die US-Regierung unter anderem Deutschland aufgefordert, Huawei beim Netzausbau auszuschließen. Andernfalls sei die Geheimdienstzusammenarbeit zwischen Berlin und Washington in Gefahr, so die Botschaft aus den Vereinigten Staaten.

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    Studie zeigt, warum ihr bei der Bewerbung auch befristete Jobs in Betracht ziehen solltet

    Studie zeigt, warum ihr bei der Bewerbung auch befristete Jobs in Betracht ziehen solltet


    Gerade Berufseinsteigern werden häufig zunächst befristete Verträge angeboten. Oft nimmt man diese Angebote an. Dennoch fragen sie viele: Lohnen sich Bewerbungen auf befristete Jobangebote oder schadet es langfristig der Karriere? Dieser Frage nahm...

    Gerade Berufseinsteigern werden häufig zunächst befristete Verträge angeboten. Oft nimmt man diese Angebote an. Dennoch fragen sie viele: Lohnen sich Bewerbungen auf befristete Jobangebote oder schadet es langfristig der Karriere? Dieser Frage nahm sich eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln an. In der Analyse wurden Arbeitnehmer ohne Selbstständige und Auszubildende berücksichtigt, die einem befristeten oder unbefristeten Arbeitsverhältnis in den Jahren zwischen 2012 und 2016 nachgegangen sind. Dafür wurden die Daten des sozio-ökonomischen Panels — einer jährlich vorgenommenen, repräsentativen Wiederholungsbefragung von etwa 30.000 Menschen in Deutschland —ausgewertet.

    Unbefristete Beschäftigungen als bessere Alternative?

    Die Regierungsparteien haben im Koalitionsvertrag eine Beschränkung der befristeten Tätigkeiten festgelegt. Die maximale Dauer sachgrundlos befristeter Beschäftigungen soll demnach keine 24, sondern nur noch 18 Monate möglich sein. Außerdem soll der Anteil an sachgrundlos befristeten Beschäftigten eines Unternehmens mit mehr als 75 Mitarbeitern auf zweieinhalb Prozent beschränkt werden.

    Unbefristete Tätigkeiten werden oftmals als bessere Option dargestellt als befristete. Bei den Betroffenen besteht die Sorge, dass befristete Beschäftigungen ins Leere führen und eine unsichere soziale Lage nach sich ziehen, sodass Bewerbungen oftmals gar nicht in Betracht gezogen werden. Dabei denken viele an einen Teufelskreis von befristeten Beschäftigungen oder gar Arbeitslosigkeit.

    Besonders junge Menschen sind häufig betroffen

    Junge Arbeitnehmer sind bei der Aufnahme eines neuen Berufes am häufigsten von Befristungen betroffen. Befristete Arbeitsverhältnisse werden von Unternehmen häufig zur Erprobung der Eignung des Arbeitnehmers eingesetzt. Das zeigt sich auch in der Auswertung, nach welcher 22 Prozent der befristet beschäftigten Personen unter 30 waren, während ältere Arbeitnehmer nur auf fünf Prozent kamen. Auch Migranten sind eher von Befristungen betroffen. Geringer ist die Wahrscheinlichkeit einer Befristung bei beruflich qualifizierten Arbeitnehmern als bei Geringqualifizierten.

    Darüber hinaus ist die Wahrscheinlichkeit, einer befristeten Tätigkeit nachzugehen, im öffentlichen Dienst und in Unternehmen mit mehr als 20 Mitarbeitern höher als bei anderen.

    Befristete Jobs erleichtern den Einstieg

    Aus der Arbeitnehmerperspektive lohnen sich Bewerbungen jedoch auch für befristete Arbeitsverhältnisse. Die Wahrscheinlichkeit, einen passenden Arbeitsplatz zu finden, erhöht sich dadurch. 

    Relativ häufig wechseln kurzzeitig Beschäftigte in eine unbefristete Anstellung. Nach drei Jahren waren 56 Prozent der zunächst befristet Beschäftigten in unbefristeten Arbeitsverhältnissen tätig. 29 Prozent waren weiter auf Zeit beschäftigt.

    Bewerbungen lohnen sich auch für befristete Beschäftigungen

    Arbeitslose und Berufseinsteiger, die eine befristete Beschäftigung annehmen, haben darüber hinaus einen leichteren Einstieg in den Arbeitsmarkt. Laut der Studie verbrachten Arbeitssuchende in befristeten Beschäftigungen nach Ablauf von drei Jahren im Vergleich zu einer Kontrollgruppe weniger Zeit in Arbeitslosigkeit, sieben Monate mehr in Vollzeitarbeit und — besonders spannend — erzielten insgesamt ein höheres Einkommen.

    Die Studie zeigt auch, dass sich die soziale Lage ebenso wie die allgemeine Zufriedenheit mit dem Leben durch befristete Tätigkeiten im Vergleich zu einer unbefristeten nicht verschlechtert. Arbeitssuchende sollten Bewerbungen auf befristete Jobs deshalb in Betracht ziehen.

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    Chinas Sexproblem ist so groß, dass „paarungsbereite“ Frauen in einer Datenbank gelistet werden

    Chinas Sexproblem ist so groß, dass „paarungsbereite“ Frauen in einer Datenbank gelistet werden


    Wer Plattformen wie Facebook, Twitter oder Instagram nutzt, muss heutzutage damit rechnen, dass sämtliche Daten über ihn online abrufbar sind. Eine kürzlich aufgetauchte Datenbank aus China hält dennoch Informationen bereit, die viele als zu privat...

    Wer Plattformen wie Facebook, Twitter oder Instagram nutzt, muss heutzutage damit rechnen, dass sämtliche Daten über ihn online abrufbar sind. Eine kürzlich aufgetauchte Datenbank aus China hält dennoch Informationen bereit, die viele als zu privat ansehen würden. Sie listet die persönlichen Daten von Millionen von Frauen auf — inklusive der Information, ob diese „gebärfähig” sind oder nicht. Die meisten Datensätze stammen von Frauen aus Peking. 

    Frauen werden als „brutbereit” bewertet

    Persönliche Daten von mehr als 1,8 Millionen chinesischer Frauen sind in der Datenbank für jedermann zugänglich und abrufbar — darunter private Adresse, Telefonnummer, Geburtstag, Bildungsstatus und Familienstatus. Aber auch etwas, das als „BreedReady“-Status (brutbereit, gebärfähig) übersetzt wird. Dabei soll dieser Status tatsächlich die Fruchtbarkeit einer Frau angeben: Wie viele Kinder eine Frau schon hat und/oder wie wahrscheinlich es ist, dass sie noch welche gebären wird.

    Das Durchschnittsalter der Frauen in der Datenbank lag laut Victor Greves, einem Internetsicherheitsexperten der GDI Fundation, der die Datenbank zufällig entdeckte und auf Twitter publik machte, bei rund 32 Jahren. Die jüngste Frau in der Liste soll gerade mal 15 Jahre alt sein. Die älteste 95. Zu den Frauen, die als „gebärfähig” bezeichnet werden, gehören alle in der Datenbank aufgelisteten Frauen zwischen 18 und 39 Jahren. Dabei soll es sich bei 90 Prozent um Singles handeln, alle anderen gelten als geschieden oder verwitwet. 

    Die genaue Funktion der Datenbank ist genau wie die Identität der Betreiber noch nicht geklärt. Die Suche nach den Betreibern gestaltet sich offenbar sehr schwierig. Nachdem Gevers einige Screenshots von der Datenbank gemacht und über die sozialen Netzwerke verbreitet hat, reagierten sie schnell: Seit Montagmittag lässt sich die Seite nicht mehr anwählen, schreibt Gevers. 

    Wie Twitter-Nutzer mutmaßen, können nur zwei Theorien in Frage kommen, warum die Datenbank betrieben wird: Dadurch, dass in China deutlich mehr Männer als Frauen leben, könnte die Datenbank als eine Art Verzeichnis für Männer auf der Suche nach einer geeigneten Frau dienen. Die zweite Theorie ist, dass die chinesische Regierung hinter der Datenbank stecke: Als Folge der bis 2015 geltende Ein-Kind-Politik. Damals wollten viele Eltern lieber einen Sohn als eine Tochter haben. So wurden viele Mädchen abgetrieben und getötet. Das Resultat: China kämpft heute mit einer sinkenden Geburtenrate und einem deutlichen Männer-Überschuss. 

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    Europa und Kanada wollen Boeing 737 selbst prüfen

    Europa und Kanada wollen Boeing 737 selbst prüfen


    Für eine Starterlaubnis der mit Flugverbot weltweit belegten Unglücksmaschine Boeing 737 MAX wollen sich die Aufsichtsbehörden in Europa und Kanada nicht auf ihre US-Kollegen verlassen. Nach Europa kündigte in der Nacht zum Mittwoch auch die...

    Für eine Starterlaubnis der mit Flugverbot weltweit belegten Unglücksmaschine Boeing 737 MAX wollen sich die Aufsichtsbehörden in Europa und Kanada nicht auf ihre US-Kollegen verlassen.

    Nach Europa kündigte in der Nacht zum Mittwoch auch die kanadische Luftfahrtaufsicht mit, die Boeing-Maschine selbst und unabhängig von der US-Behörde FAA zu zertifizieren. Sie will demnach das verdächtige Flugkontrollsystem MCAS eingehend prüfen und die FAA bei möglichen weiteren Veränderungen der 737 personell unterstützen. Am Dienstag hatte EASA-Chef Patrick Ky im Europäischen Parlament versprochen: „Wir werden dem Flugzeug nicht erlauben, abzuheben, so lange nicht all unsere Fragen akzeptabel beantwortet sind.“

    Experten vermuten bei beiden Abstürzen des noch neuen Boeing-Modells kurz nach dem Start - am 10. März in Äthiopien und am 29. Oktober in Indonesien - als eine Ursache eine Fehlfunktion des MCAS. Dabei sollen Sensordaten ein Absenken der Flugzeugnase auslösen, wenn sie einen zu steilen Aufstieg erkennen, der einen Strömungsabriss auslösen könnte. Die Experten wiesen aber auch darauf hin, dass die Untersuchungen dazu nicht abgeschlossen sind und auch das Verhalten der Piloten sowie deren Training genau untersucht werden müssten.

    Lion-Air-Piloten wühlten im Handbuch

    Details dazu erfuhr Reuters von Insidern, die über die Auswertung des Stimmenrekorders der im Oktober abgestürzten Lion-Air-Maschine informiert sind. Die Piloten hätten verzweifelt im Handbuch nach einer Lösung des Problems gesucht. Kurz vor dem Absturz ins Meer nahe Jakarta habe der Kapitän der Fluggesellschaft Lion Air das Steuer an den Ersten Offizier übergeben, um selbst noch einmal in der Anleitung nachzusehen. Während der 31-Jährige Kapitän vergeblich gesucht habe, habe der 41-Jährige Erste Offizier die Kontrolle über das Flugzeug verloren. „Es ist wie ein Test, bei dem es hundert Fragen gibt und wenn die Zeit abgelaufen ist, hat man nur 75 beantwortet“, sagte eine der Personen der Nachrichtenagentur Reuters, der die Aufnahmen aus dem Cockpit bekannt sind. „Also gerät man in Panik.“

    Nach Aussagen der drei Insider seien die Piloten des Lion-Air-Fluges die meiste Zeit über ruhig geblieben. Der in Indien geborene Kapitän sei am Ende ganz still gewesen, der indonesische Erste Offizier rief „Allahu Akbar“. Dann prallte das Flugzeug auf das Wasser auf, 189 Menschen starben.

    Einem vorläufigen Bericht zufolge, der im November veröffentlicht worden war, begannen die Probleme beim Lion-Air-Flug kurz nach dem Start. Der Kapitän steuerte das Flugzeug, als der Erste Offizier nach wenigen Minuten Flugzeit Probleme mit der Flugsteuerung meldete. Eine der Personen, die mit den Aufzeichnungen des Sprachrekorders vertraut sind, sagte, der Kapitän habe den Ersten Offizier daraufhin gebeten, im Handbuch mit Kurzanleitungen für ungewöhnliche Ereignisse nachzusehen. Dem Bericht zufolge meldete das Flugzeug einen Strömungsabriss, als Reaktion wurde die Nase heruntergedrückt. „Die Piloten scheinen nicht bemerkt zu haben, dass das Stabilisierungssystem nach unten drückt“, sagte einer der Insider. „Sie dachten nur an Fluggeschwindigkeit und Höhe. Das war das Einzige, worüber sie sprachen.“

    Sprachrekorder des Lion-Air-Flugs wurde erst im Januar vom Meeresboden geboren

    Zum ersten Mal kommen nun Inhalte aus den Aufzeichnungen des Sprachrekorders an Bord des Lion-Air-Flugzeugs an die Öffentlichkeit. Die drei Insider kennen die Aufnahmen aus dem Cockpit und haben der Nachrichtenagentur Reuters unter Zusicherung ihrer Anonymität davon berichtet. Reuters liegen die Aufzeichnungen oder deren Transkript nicht vor.

    Der im November veröffentlichte vorläufige Untersuchungsbericht enthält keine Inhalte des Sprachrekorders, da dieser erst im Januar vom Meeresboden geborgen werden konnte. Der endgültige Report könnte im Juli oder August vorliegen. Ein Lion-Air-Sprecher verwies darauf, dass alle Unterlagen und Informationen den Behörden übergeben worden seien und lehnte eine Stellungnahme darüber hinaus ab. Boeing wollte ebenfalls keinen Kommentar abgeben.

    Nach den Abstürzen der zwei Boeing 737 MAX mit insgesamt 346 Toten ist das Stabilisierungssystems MCAS im Visier. Das MCAS soll bei zu steilem Flugwinkel einen Strömungsabriss verhindern, indem es automatisch die Nase der Maschine absenkt. Boeing empfahl seinen Kunden, die rund 350 betriebenen Maschinen vorerst am Boden zu lassen. Zuvor hatten nationale Behörden weltweit Startverbote für das Flugzeugmodell verhängt, das erst seit 2017 am Markt ist. Die Auslieferungen der 737 MAX wurden gestoppt. Die EU und Kanada kündigten an, die Jets erst wieder abheben zu lassen, nachdem sie sich selbst von der Sicherheit überzeugt haben.

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    Für mehr Sicherheit beim Autofahren: Volvo will den Fahrer überwachen

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    Der schwedische Autobauer Volvo will das Autofahren sicherer machen. Am Mittwoch präsentierte Firmenchef Håkon Samuelsson, wie Volvo die häufigsten Unfallursachen wie Ablenkung, Drogeneinfluss und zu schnelles Fahren eindämmen will. Die nächste...

    Der schwedische Autobauer Volvo will das Autofahren sicherer machen. Am Mittwoch präsentierte Firmenchef Håkon Samuelsson, wie Volvo die häufigsten Unfallursachen wie Ablenkung, Drogeneinfluss und zu schnelles Fahren eindämmen will.

    Die nächste Pkw-Generation soll mit einem sogenannten Care-Key ausgestattet werden, über den man eine Höchstgeschwindigkeit programmieren kann — für sich und für andere, denen man seinen Wagen leiht.

    Volvo: „Wir können das Auto eingreifen lassen, wenn der Fahrer schlecht fährt“

    Smarte Kameras sollen überwachen, ob der Fahrer seinen Blick nach vorn gerichtet hat und gegebenenfalls ein Warnsignal geben. Außerdem arbeitet Volvo an einem System, das automatisch die Geschwindigkeit drosselt, wenn die Straßenverhältnisse schlecht sind oder man zum Beispiel an einer Schule vorbeifährt. Bereits vor einige Wochen hatten die Schweden angekündigt, dass ihre neuen PKW nicht schneller als 180 km/h fahren sollen.

    „Wir können das Auto eingreifen lassen, wenn der Fahrer schlecht fährt“, führte Samuelsson aus. „Doch die Frage ist, wie weit ein Autobauer Big Brother sein sollte.“ Volvo wolle mit den Innovationen zu einem Dialog anregen.

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    Microsoft soll demnächst eine neue Xbox ankündigen — diese 5 Kriterien muss sie erfüllen, um Sony Playstation zu überholen

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    Macht euch bereit, euch von der Xbox One zu verabschieden – offenbar will Microsoft schon bald eine neue Generation seiner Videospielkonsole auf den Markt bringen. Gerüchten zufolge plant Microsoft, die nächsten Xbox-Konsolen auf der diesjährigen...

    Macht euch bereit, euch von der Xbox One zu verabschieden – offenbar will Microsoft schon bald eine neue Generation seiner Videospielkonsole auf den Markt bringen.

    Gerüchten zufolge plant Microsoft, die nächsten Xbox-Konsolen auf der diesjährigen großen Videospielmesse E3 im Juni vorzustellen. Das könnte eine Gelegenheit sein, mit Sony gleichzuziehen, dessen PlayStation 4 die vergangenen fünf Jahre den Markt für Videospielkonsolen dominiert hat.

    Was muss Microsoft also tun, um die Xbox wieder an die Spitze zu bringen?

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    1. In erster Linie benötigt Microsoft mehr große exklusive Spiele.

    Man kann über die relativen Unterschiede zwischen der Xbox One und der PlayStation 4 sagen, was man will – letztendlich sind sich die beiden Konsolen hinsichtlich ihrer Hardwarekomponenten bemerkenswert ähnlich.

    Was die beiden hauptsächlich unterscheidet, sind die Spiele: Sony hat einfach viel mehr große exklusive Spiele als Microsoft. Angefangen bei „Uncharted” oder „Bloodborne” oder „Spider-Man” bis hin zu „God of War” – die Liste könnte noch weitergehen.

    Microsoft hat ein paar große exklusive Spiele wie „Halo” und „Forza”, aber dennoch wurde diese Konsolengeneration von Sony dominiert, weil es konstant ein exzellentes Streaming-Angebot mit exklusiven Spiele bieten konnte.

    Das könnte sich jedoch demnächst ändern: Microsoft erweitert offenbar die Franchise-Serien „Halo” und „Gears of War”, während Sony die E3 in diesem Jahr völlig auslässt. Microsoft kaufte sogar eine ganze Reihe von Spielestudios auf, die vermutlich gerade mit der Entwicklung der neuen, exklusiven Xbox-Spiele beschäftigt sind.

    Alles in allem ist eines von entscheidender Wichtigkeit: Mehr als alles andere braucht Microsoft großartige exklusive Spiele und sie müssen in gleichmäßigen Abständen erscheinen.

    „Halo Infinite”, das zusammen mit der nächsten Xbox von Microsoft auf den Markt kommt, könnte dafür gut sein – zumindest könnte es eine Brücke zwischen der Xbox One und dem darauffolgenden Modell schlagen, genau wie „The Legend of Zelda: Breath of the Wild” mit Nintendos Wii U und Switch.



    2. Abwärtskompatibilität/eine beständige Spielebibliothek.

    Mit wenigen Ausnahmen kann davon ausgegangen werden, dass die Spiele, die auf dem System der vorherigen Generation liefen, auf der neuen Konsole nicht funktionieren.

    PlayStation-3-Spiele laufen nicht auf der PlayStation 4 und Nintendo-Wii-U-Spiele werden von der Nintendo Switch nicht abgespielt. So läuft das mit den meisten Spielekonsolen.

    Mit der Xbox One hat Microsoft eine wichtige Entscheidung getroffen: Das Unternehmen entwickelte ein robustes Programm für Abwärtskompatibilität, mit dem Besitzer einer Xbox One eine immer größere Auswahl ihrer digitalen und physischen Spiele von früheren Xbox-Konsolen auch mit der neuen Konsole spielen können.

    Das stellte einen wichtigen Präzedenzfall dar: Xbox-Besitzer sollten in Zukunft davon ausgehen, dass ihre Spielebibliothek auf die neue Konsole übertragbar ist.

    Im Falle der nächsten Xbox steht wohl ziemlich fest — es wäre geradezu schockierend, wenn die nächste Konsole von Microsoft nicht die überwiegende Mehrheit der digitalen Spiele aus vergangenen Jahren abspielen würde. Es werden möglicherweise keine physischen Xbox- und Xbox-360-Discs abgespielt, es ist jedoch sehr wahrscheinlich, dass ihr eure digitale Spielebibliothek nutzen könnt.



    3. Auswahl verschiedener Konsolen: niedrige bis hohe Preisklasse.

    Die Xbox One S und die Xbox One X sind beides Xbox-One-Konsolen, die Xbox One X ist jedoch leistungsstärker (und teurer).

    Es liegt nahe, dass Microsoft diese Strategie mit der nächsten Version der Xbox fortsetzt – und das ist sinnvoll.

    Ähnlich wie Apple mehrere Versionen des iPhones hat, hat auch Microsoft unterschiedliche Versionen der Xbox. Warum nicht den Verbrauchern eine Auswahl anbieten?

    Dies ist ein besonders wichtiges Merkmal, da die Streaming-Technologie für Videospiele niedrigere Technologie und billigere Konsolen ermöglicht, um die gleichen Blockbuster-Spiele zu betreiben, die mit leistungsstarker lokaler Hardware betrieben werden.

    Für einige Leute ist eine leistungsfähige Konsole den höheren Preis wert. Für viele kann ein Set-Top-Box-Gerät, das Spiele streamen kann, ausreichend sein.

    Bemerkenswert: Microsofts Xbox-Chef Phil Spencer sprach von mehreren neuen Xbox-Konsolen, als er im vergangenen Juni über die Zukunft der Xbox-Hardware sprach. Auch deuten Gerüchte darauf hin, dass mehrere Konsolen in der Entwicklung sind.



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    Millennials zeigen ihren Reichtum anders als Babyboomer — hier sind 7 Beispiele

    Millennials zeigen ihren Reichtum anders als Babyboomer — hier sind 7 Beispiele


    Nicht jeder braucht ein Leben lang, um ein Vermögen aufzubauen, einige können ihren Wohlstand bereits in jungen Jahren, und damit viel schneller als andere, genießen. Laut einer SmartAsset-Studie bestehen elf Prozent der vermögenden Haushalte aus...

    Nicht jeder braucht ein Leben lang, um ein Vermögen aufzubauen, einige können ihren Wohlstand bereits in jungen Jahren, und damit viel schneller als andere, genießen.

    Laut einer SmartAsset-Studie bestehen elf Prozent der vermögenden Haushalte aus Erwachsenen im Alter von 18 bis 33 Jahren. Millennials machen auch 13 Prozent des „Vermögens- und Wohlstandsmarktes“ aus – Haushalte mit mindestens 100.000 Dollar an investierbaren Vermögenswerten – berichtet Michael Kaplan von der Boulevardzeitung „New York Post“ unter Berufung einer Studie von Wealth and Affluent Monitor.

    Diese reichen Millennials definieren Luxus neu und schaffen ein neues Bild von Wohlstand, berichtet Larissa Faw in einem Artikel für die Zeitschrift „Forbes“.

    Millennials definieren Reichtum anders

    Im Vergleich zu wohlhabenden Babyboomern investieren reiche Millennials mehr in Dinge wie Gesundheit und Wellness, Erlebnisse und Kryptowährungen. Aufgewachsen in einem Zeitalter der Technik, zeigen sie gerne ihren Reichtum in sozialen Medien und kaufen eher Luxusartikel online. Sie sehen auch anders aus und entscheiden sich für eine lässigere Kleidung als frühere Generationen.

    Dieses Verhalten ist wahrscheinlich auf die Tatsache zurückzuführen, dass Millennials Reichtum anders definieren – vor allem mit Zweck, Erfolg und einer umfassenderen Version von Glück, so der Bericht „The Why of Wealth“ des Unternehmens Boston Private aus dem Jahr 2018.

    Seht hier, wie wohlhabende Millennials sich von reichen Babyboomern unterscheiden.

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    Reiche Millennials geben lieber Geld für Erfahrungen aus, als für Dinge

    Millennials im Allgemeinen geben ihr Geld lieber für Erfahrungen aus als für Gegenstände – sie bezahlen den Ergebnissen der US-amerikanischen Bank JPMorgan zufolge mehr für Reisen, Unterhaltung und Essen als ihre Eltern und Großeltern. Das gilt vor allem für wohlhabende Millennials. Sie werden Faw zufolge nicht zu Geld oder traditionellen Statussymbolen hingezogen. Stattdessen sehnen sie sich nach Erfahrungen, wie die Expertin erklärt.

    „Sie machen mit ihren Freunden auf Ibiza Urlaub oder fliegen am Wochenende nach New York City“, so Andrew Moultrie von Extreme International, einer millennialspezifischen Marke für Sport und Lifestyle gegenüber Faw. „Sie sehen den Reichtum im Sammeln von Erfahrungen, anstatt einen teuren Gegenstand zu kaufen.“

    Die Ausgaben unter den jungen Millionären haben sich auf die „Erlebniswirtschaft“ verlagert, schreibt Lauren Sherman in einem Artikel für die Nachrichtenplattform „Business of Fashion“. Das wird stark in persönlichen Transformationen gesehen – „denkt an Gesundheit und Wellness, aber auch an Reise- und Essenserlebnisse – wo das, was man wirklich kauft, ein besseres ich ist“, erklärt Sherman.



    Sie präsentieren ihre Erfahrungen — und andere Darstellungen von Reichtum — in den sozialen Medien

    Millennials sehnen sich auch nach Bestätigung. Sie lieben es, ihre Erfahrungen auf Social Media Plattformen zu präsentieren. „Was wohlhabende Millennials als Priorität betrachten, ist das fantastische Gruppenfoto, das sie auf ihrer Facebookwand posten können“, schreibt Faw.

    Schaut euch nur die „Rich Kids von Instagram“ an, die heute als „Rich Kids des Internets“ bekannt sind, eine Gruppe von jungen Influencern, die bekannt dafür sind, ihren wohlhabenden Lebensstil in den sozialen Medien zu präsentieren. Sie haben mit allem angegeben, von Strandurlauben in Malaysia über Privatjets bis hin zu Yachtreisen rund um Monte Carlo. Zuletzt haben reiche Millennials an der „Falling Stars Challenge“ auf sozialen Medien teilgenommen.

    „Wie der Name bereits vage andeutet, zeigt diese Challenge reiche Menschen, die so tun, als würden sie aus ihren teuren Autos, Privatjets und Yachten fallen. Andere posierten für Bilder auf denen sie 'versehentlich' den Inhalt ihrer Designer-Geldbörsen auf dem Boden verschütten“, erklärt Zeynep Yenisey vom Nachrichtenportal „Maxim“.

    Da Babyboomer mit dieser Technologie nicht aufgewachsen sind, gehören soziale Medien weder damals noch heute zu ihrem Lebensstil – zumindest nicht in dem Maße, wie es für Millennials der Fall ist.



    Sie bilden die „Wellness-Generation“

    Reiche Millennials geben mehr für Gesundheit und Wellness aus – ein Ergebnis des Anstiegs von diskreten Reichtum, in dem die Wohlhabenden weniger in materielle Güter und mehr in Lebensstilentscheidungen investieren. Vor allem Gesundheit und Wellness sind laut einem Bericht der Zeitschrift „Vogue“ aus dem Jahre 2015 zu luxuriösen Statussymbolen geworden.

    Die Branche hat in den letzten Jahren einen Boom ausgelöst: Allein von 2015 bis 2017 wuchs die Wellnessbranche um mehr als zwölf Prozent und ist nach einem Bericht des Global Wellness Instituts heute weltweit 4,2 Billionen US-Dollar wert.

    Die Millennials strömen damit zu den ansteigenden Gesundheits- und Wellnessangeboten.

    Wellness wird zunehmend als moderne Verkörperung von Luxus angesehen und dementsprechend bieten eine Reihe von Spas und Studios Behandlungen, wie Cryofacials, einwöchige Retreats und Vitamin IV-Tropfen, die diese luxuriösen Erfahrungen liefern.

    Millennials wurden von Sanford Health als „Wellness-Generation“ bezeichnet. Sie geben sogar mehr für Fitness aus als für Weiterbildung, berichtet Jeanette Settembre vom Unternehmen MarketWatch. Eine 26-Jährige in New York City hat Settembre beispielsweise erzählt, dass sie etwa 500 Dollar im Monat — oder 6.000 Dollar im Jahr — für Fitness-Kurse ausgibt. Sie geben außerdem ein Vermögen für teure Fitnessstudio-Mitgliedschaften, Freizeitkleidung und Wasserflaschen aus.



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    May will Brexit-Aufschub bis Ende Juni — EU-Kommission dagegen

    May will Brexit-Aufschub bis Ende Juni — EU-Kommission dagegen


    Neun Tage vor dem geplanten Austrittstermin hat die britische Premierministerin Theresa May bei der EU einen Brexit-Aufschub bis zum 30. Juni beantragt. Allerdings stieß sie damit umgehend auf Ablehnung bei der EU-Kommission, die wegen der Europawahl...

    Neun Tage vor dem geplanten Austrittstermin hat die britische Premierministerin Theresa May bei der EU einen Brexit-Aufschub bis zum 30. Juni beantragt.

    Allerdings stieß sie damit umgehend auf Ablehnung bei der EU-Kommission, die wegen der Europawahl nur die Möglichkeit einer Verlängerung bis zum 23. Mai oder bis Ende des Jahres sieht. Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker habe May in einem Telefonat darauf hingewiesen, dass Großbritannien bei einer Verlängerung der EU-Mitgliedschaft über den 23. Mai hinaus an der Wahl teilnehmen müsse, sagte eine Kommissionssprecherin. Am Donnerstag und Freitag beraten die Staats- und Regierungschefs der EU über den britischen Antrag. Einer Verschiebung des für den 29. März geplanten Austritts müssen alle 27 EU-Partner zustimmen. Juncker brachte bereits einen Sondergipfel in der kommenden Woche ins Gespräch.

    May ist mit ihrem Brexit-Vertrag schon zwei Mal im Unterhaus gescheitert, und eine Mehrheit ist weiter nicht in Sicht. Angesichts dessen hatte das Parlament vergangene Woche die Regierung aufgefordert, einen Aufschub zu beantragen, um einen ungeregelten Brexit mit unabsehbaren wirtschaftlichen und politischen Folgen zu vermeiden.

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    Es gibt immer mehr Beweise, dass Limonaden und gezuckerter Kaffee zu einem frühen Tod führen können

    Es gibt immer mehr Beweise, dass Limonaden und gezuckerter Kaffee zu einem frühen Tod führen können


    Wissenschaftler haben noch mehr Beweise gefunden, dass es an der Zeit ist, „Nein!“ zu Limonade zu sagen, Softdrinks zu vermeiden und den Zucker im Kaffee wegzulassen. Diese süßen Getränke schmecken gut, können bei ihren Trinkern aber für einen...

    Wissenschaftler haben noch mehr Beweise gefunden, dass es an der Zeit ist, „Nein!“ zu Limonade zu sagen, Softdrinks zu vermeiden und den Zucker im Kaffee wegzulassen. Diese süßen Getränke schmecken gut, können bei ihren Trinkern aber für einen frühen Tod verantwortlich sein. 

    Eine über 34 Jahre angelegte Studie mit mehr als 118.000 Männern und Frauen in den USA, die am Montag in der Fachzeitschrift „Circulation“ veröffentlicht wurde, zeigt auf, dass Menschen, die mehr zuckerhaltige Getränke trinken, mit größerer Wahrscheinlichkeit an Krankheiten sterben. Dazu zählen insbesondere Herzprobleme und Krebs. Außerdem fanden die Forscher heraus, dass Light-Getränke und Zuckerersatzstoffe in großen Dosen nicht viel besser sind. 

    Zusammenhang zwischen Zuckerkonsum und Krebserkrankungen vorhanden

    Wissenschaftler wissen seit langem, dass zuckerhaltige Getränke zu Gewichtszunahme, Diabetes, Herzkrankheiten und Schlaganfällen beitragen können. Die neue Studie, die von Vasanti Malik, Wissenschaftlerin der Abteilung für Ernährung der Harvard T. H. Chan School of Public Health geleitet wurde, ist nun ein weiterer schockierender Beweis dafür. 

    „Es ergibt Sinn", sagte sie den Kollegen von Business Insider USA. „Als wir die verschiedenen Arten von Krebserkrankungen untersuchten, bemerkten wir einen Zusammenhang zwischen Brustkrebs und Dickdarmkrebs und der Ernährung und damit auch der Fettleibigkeit.“ Die Studie von Malik zeigt außerdem auch, wie wichtig es ist, nicht nur zuckerhaltige Getränke zu reduzieren, sondern auch die gesamte Ernährung umzustellen. „Light-Getränke können dabei helfen, den Konsum von zuckerhaltigen Getränken zu reduzieren. Dennoch ist Wasser ist die beste und gesündeste Wahl“, so Malik in einer Pressemitteilung

    Malik und ihr Team fanden heraus, dass das Trinken von vier oder mehr zuckerhaltigen Getränken pro Tag das Todesrisiko gerade für Frauen signifikant erhöht. Die Forscher glauben aber, dass gerade übergewichtige Menschen sich noch mehr schaden, indem sie zu Light-Getränken greifen, da sie auf Zucker verzichten wollen. „Frauen, die viele Light-Getränke zu sich nehmen, tendieren dazu, dicker zu sein und an Bluthochdruck zu leiden“, so Malik. 

    Die doppelte Gefahr von Zucker in Verbindung mit mangelnder Bewegung

    Wie die Forscher vermuten, sind Menschen, die gerne zuckerhaltige Getränke konsumieren, weniger körperlich aktiv, so dass es zu einer doppelten Gesundheitsgefährdung kommt. Bei zwei der Studienteilnehmern die jeweils an zwei Langzeitstudien über 34 Jahre teilnahmen, merkten die Forscher, dass das Todesrisiko mit der Menge des aufgenommenen Zuckers stieg

    Frauen, die täglich mehr als 700 Milliliter zuckerhaltige Getränke tranken (Fruchstsaft ausgeschlossen) hatten den Forschern zufolge ein um 63 Prozent höheres Todesrisiko im Vergleich zu Personen, die nur ein zuckerhaltiges Getränk im Monat tranken. Bei Männern hingegen stieg das Risiko um 29 Prozent. Allerdings befürchten die Forscher, dass nicht jede Frau ehrlich war, was die aufgenommenen Getränke und damit Kalorien angeht

    Aussagekraft der Studie bisher jedoch nicht ganz klar

    Auch gibt es weitere Zweifel. Da es sich bei dieser Studie um eine Beobachtungsstudie handelt und sich die Forscher auf die Angaben der Teilnehmer verlassen müssen, ohne diese überprüfen zu können, ist es bisher noch nicht sicher, ob es tatsächlich einen ursächlichen Zusammenhang zwischen einem verfrühten Tod und zuckerhaltigen Getränken gibt. Es könnte auch sein, dass Menschen, die mehr Zucker trinken, früher sterben, weil sie weniger gesunde Dinge tun, beispielsweise mehr Kalorien zu sich nehmen oder mehr rotes Fleisch und weniger Gemüse essen. 

    Dennoch ist es für die Forscher unbestreitbar, dass zuckerhaltige Getränke ihren Teil dazu beitragen, der Gesundheit zu schaden — und mehr Kalorien als nötig zu sich zu nehmen. „Am Ende nimmt man mehr Kalorien pro Tag zu sich und dies führt im Laufe der Zeit zu einer Gewichtszunahme“, so Malik. Die gute Nachricht ist aber, dass es leicht ist, seinen Konsum von zuckerhaltigen Getränken zu reduzieren. Anstatt Zucker in den Kaffee zu geben oder Cola zu trinken, solltet ihr versuchen, Kaffee mit Sahne und Zimt zu trinken oder das Wasser mit etwas Zitrone aufzupeppen. 

    Dieser Text wurde von Danielle Dörsing aus dem Englischen übersetzt.

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    EU-Kommission verhängt dritte Milliardenstrafe gegen Google

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    Die höchste Wettbewerbsstrafe der Geschichte verhängte die EU-Kommission bereits im vergangenen Jahr gegen Google. Diesmal ist der Spartendienst AdSense for Search im Fokus. Und wieder wird es für den US-Internetriesen teuer. Die EU-Wettbewerbshüter...

    Die höchste Wettbewerbsstrafe der Geschichte verhängte die EU-Kommission bereits im vergangenen Jahr gegen Google. Diesmal ist der Spartendienst AdSense for Search im Fokus. Und wieder wird es für den US-Internetriesen teuer.

    Die EU-Wettbewerbshüter haben zum dritten Mal eine Milliardenstrafe gegen Google verhängt. Der Internetriese soll rund 1,49 Milliarden Euro zahlen. Bei Suchmaschinen-Werbung im Dienst AdSense for Search seien andere Anbieter unzulässigerweise behindert worden, teilte die EU-Kommission am Mittwoch in Brüssel mit. Bei AdSense for Search können andere Internetseiten Google-Suchmasken einbinden und erbringen dafür Gegenleistungen. Sämtliche Strafen aus Brüssel gegen den US-Konzern summieren sich damit auf die Rekordsumme von rund 8,25 Milliarden Euro.

    Bereits 2018 wurde eine Rekordstrafe verhängt

    Die EU-Kommission hat Googles Geschäftsverhalten seit gut einem Jahrzehnt im Visier. 2017 verhängte sie wegen des Missbrauchs einer marktbeherrschenden Stellung bei Produktanzeigen in Suchergebnissen eine Strafe von 2,42 Milliarden Euro. Wegen der Wettbewerbslage beim meistverwendeten Smartphone-System der Welt — Android  — wurde 2018 sogar die Rekordstrafe von 4,34 Milliarden Euro fällig. Der Konzern steckte die finanziellen Strafen schnell weg — doch die Kommission setzte auch Änderungen an Googles Geschäftsmodell durch.

    Aus Brüsseler Sicht erfülle Google bisher die Vorgaben, sagte EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager nun zu den beiden ersten Fällen. Zugleich gebe es weiterhin Beschwerden von Konkurrenten in den Bereichen Job-Anzeigen und lokale Werbung, die Kommission prüfe das, sagte sie und ließ damit die Aussicht auf neue Wettbewerbsverfahren offen.

    AdSense für Google eher ein Nischenprodukt

    Mit Blick auf AdSense for Search erklärte sie, Google habe mehr als zehn Jahre lang seine marktbeherrschende Stellung missbraucht und anderen Unternehmen die Chancen auf fairen Wettbewerb und Innovationen verbaut. Internetportalen, die AdSense einbanden, seien vertragliche Beschränkungen auferlegt worden, andere Anbieter zu nutzen. Außerdem wurden Google-Anzeigen in den Suchergebnissen prominent dargestellt. Das Geschäftsgebaren bestand demnach mindestens seit dem Jahr 2006. Im Jahr 2016 — nach ersten Einwänden der Kommission — hob Google die Einschränkungen auf.

    Internetseiten und Werbekunden hätten weniger Auswahl gehabt und sich höheren Preisen ausgesetzt gesehen, die letztlich auch an die Verbraucher weitergereicht werden konnten, sagte Vestager weiter. „Jeder, der durch Googles Verhalten geschädigt wurde, kann vor nationalen Gerichten auf Entschädigung klagen.“

    Mit dem dritten Wettbewerbsfall geht Vestager nun auch zumindest gegen einen Teil des Kerngeschäfts von Google mit Online-Werbung vor. Finanziell ist AdSense für Google eher ein Nischenprodukt. Genaue Zahlen zu dem Teildienst gibt es nicht.

    „Wir sind auf die Einwände der Kommission eingegangen“, so der Google-Manager

    Googles Werbegeschäft spielt insgesamt den Löwenanteil der Erlöse des Mutter-Konzerns Alphabet ein. Im Schlussquartal 2018 verdiente das Unternehmen dank sprudelnder Werbeeinnahmen rund neun Milliarden Dollar (etwa 7,9 Milliarden Euro). Der Umsatz legte kräftig zu und lag bei 39,3 Milliarden Dollar. Doch den satten Zuwächsen standen auch kräftig gestiegene Ausgaben — vor allem für Infrastruktur — gegenüber.

    Tiefgreifende Änderungen am Geschäftsmodell setzte Brüssel vor allem bei Android durch: Google verlangt inzwischen von Geräteherstellern Geld, wenn sie in Europa Smartphones mit bislang kostenlosen Apps des Konzerns wie Karten oder GMail verkaufen. Am Mittwoch kündigte das Unternehmen zudem an, Android-Nutzer künftig über Internet-Suchmaschinen und Webbrowser anderer Anbieter zu informieren. In Frage kommen da etwa die Suchmaschine Bing des Konkurrenten Microsoft oder DuckDuckGo sowie der Internetbrowser Firefox von Mozilla.

    „Wir sind auf die Einwände der Kommission eingegangen und haben bereits eine Vielzahl an Produktänderungen vorgenommen“, erklärte Google-Manager Kent Walker. In den kommenden Monaten werden wir weitere Updates machen, um Wettbewerbern in Europa mehr Sichtbarkeit einzuräumen.

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    Ich habe den Kredit für mein Haus so schnell wie möglich abbezahlt — es lohnt sich vor allem wegen einer Sache

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    Gleich nachdem mein Mann und ich uns verlobt hatten, entschieden wir uns für ein Upgrade von unserer Zwei-Zimmer-Wohnung zu einem Haus. Anfang 2017 besichtigten wir Häuser und waren rund um die Uhr auf der Internetseite von Zillow (einer...

    Gleich nachdem mein Mann und ich uns verlobt hatten, entschieden wir uns für ein Upgrade von unserer Zwei-Zimmer-Wohnung zu einem Haus. Anfang 2017 besichtigten wir Häuser und waren rund um die Uhr auf der Internetseite von Zillow (einer amerikanischen Immobilien-Webseite) unterwegs, in der Hoffnung, das perfekte Haus zu finden. Unsere Suche hat Spaß gemacht, gleichzeitig war aber sie auch frustrierend, weil wir sehr genau wussten, was wir wollten: Ein modernisiertes Haus mit etwas Garten in der Stadt und dem besten Schulviertel der Gegend (Nein, wir haben keine Kinder. Wir denken einfach nur an die Zukunft!).

    Nachdem wir viele Häuser selbst besichtigt und auf Zillow gesehen hatten, stellten wir fest, dass das, was wir wollten, einen Preis hatte — einen hohen Preis. Eine 1.600 Quadratmeter große Ranch mit kleinen Ausbesserungen, ohne Keller und einer Garage in dem Schulbezirk, den wir uns ausgesucht hatten, lag bei 270.000 Dollar und hatte hohe Steuern. Das entsprach nicht unserer Vorstellung von einem guten Deal. 

    Mein Mann bezeichnet unser Haus als Rohdiamanten

    Als wir beschlossen hatten, eine Pause von der Hausjagd einzulegen und für eine kräftige Anzahlung zu sparen, damit wir bekommen konnten, was wir wollten, fanden wir das Haus, das schließlich unseres werden sollte. Es war ein kalter Sonntagnachmittag im Januar und ich machte gerade ein Nickerchen, als mich mein Mann weckte, damit ich einen guten Deal über Zillow auschecken konnte (Wir waren süchtig nach dieser Website, selbst als wir uns für eine Pause entschieden hatten).

    Mein Mann bezeichnet unser Haus als Rohdiamanten. Warum, fragt ihr? Weil es direkt in der nächsten Stadt neben der Stadt mit dem besten Schulbezirk liegt und uns dennoch erlaubt, diesen Schulbezirk zu nutzen. Es war etwa 100.000 Dollar billiger als die meisten vergleichbaren Häuser, die wir uns angesehen haben und auf einem größeren Grundstück mit weit mehr Extras.

    Das Haus ist keineswegs perfekt

    Unser Haus ist eine 1.900 Quadratmeter große Ranch mit drei Schlafzimmern und zwei Bädern auf 1,2 Hektar in einem Vorort zwischen Cleveland und Akron in Ohio. Es gibt eine umgestaltete Küche und rennovierte Badezimmer, neu gestrichene Wände, zwei Kamine, eine abgeschirmte Veranda und eine Terrasse. Es ist keineswegs perfekt und erfordert einige Arbeit, aber wir sind glücklich, es gefunden zu haben — vor allem, weil wir es Haus mit einem Preisnachlass von 20 Prozent und einem Kurs von vier Prozent für 190.000 USD absichern konnten. Der Vertrag wurde im April 2017 abgeschlossen. 

    Da das Haus weit weniger kostete als wir erwartet hatten, stellten wir fest, es sehr früh abzahlen können — wofür wir uns auch entschieden. Warum wollten wir unser Haus frühzeitig abzahlen? Es ist ziemlich einfach: Freiheit. Durch die Beseitigung unserer größten monatlichen Ausgabe konnte ich nun meine Vollzeitstelle aufgeben und meinem Traum von der Selbstständigkeit verwirklichen. Mein Mann und ich fingen an, Heimwerkerprojekte und Fahrzeuge bar zu bezahlen, die Sparbeiträge für den Ruhestand zu erhöhen, zu reisen und einen bequemen, sorgenfreien Lebensstil zu leben. 

    Das Licht am Ende des Tunnels: unsere Freiheit

    Als wir uns entschlossen, unsere Hypothek abzuzahlen, hatten wir beide Vollzeitstellen und ich schrieb nebenbei. Ich schrieb vor und nach der Arbeit sowie an den Wochenenden, um ein drittes Einkommen zu schaffen. Wir leisteten alle paar Monate große Pauschalzahlungen an den Hypothekengeber und beobachteten, wie der Stand von 100.000 Dollar auf 50.000 Dollar und schließlich auf Null sank. 

    War es einfach? Nein, wir haben wie verrückt gearbeitet und wollten oft aufgeben. Zum Glück haben wir das nie gemacht, weil wir immer das Licht am Ende des Tunnels sahen: unsere Freiheit. Dank unseres sparsamen Lebensstils, der Disziplin und der harten Arbeit durch die TINK-Methode („The Income without kids“, also „Drei Einkommen, keine Kinder“) konnten wir unsere Hypothek innerhalb von 16 Monaten abbezahlen. Im Oktober haben wir unsere letzte Zahlung geleistet.

    Ist das unser Haus für den Rest unseres Lebens? Wir sind uns nicht sicher. Wir sind jedoch davon überzeugt, dass das Leben ohne Hypothek mit einer unerklärlichen Freiheit verbunden ist, die wir niemals verlieren möchten. Wir könnten mit unserer Entscheidung nicht glücklicher sein. 

    Dieser Text wurde von Danielle Dörsing aus dem Englischen übersetzt.

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    BMW erwartet auch 2019 Gewinnrückgang

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    BMW rechnet im laufenden Jahr mit einem weiteren Gewinnrückgang, will im Gegensatz zu anderen Autoherstellern aber keine Stellen abbauen. Stattdessen werde BMW wenig gefragte Modell- und Motorvarianten konsequent aus dem Angebot streichen, die...

    BMW rechnet im laufenden Jahr mit einem weiteren Gewinnrückgang, will im Gegensatz zu anderen Autoherstellern aber keine Stellen abbauen. Stattdessen werde BMW wenig gefragte Modell- und Motorvarianten konsequent aus dem Angebot streichen, die Fahrzeugentwicklung stärker digitalisieren, den Vertrieb straffen und so in den nächsten vier Jahren 12 Milliarden Euro einsparen, sagte Vorstandschef Harald Krüger am Mittwoch in München.

    Mit der Bilanz des vergangenen Jahres zeigte sich Finanzvorstand Nicolas Peter unzufrieden. BMW verkaufte zwar mehr Autos, aber der Umsatz sank leicht auf 97,5 Milliarden Euro. Wegen der Rabattschlacht bei der Umstellung auf den neuen Abgasstandard WLTP, der chinesischen Strafzölle auf die in den USA gebauten BMW-Fahrzeuge, Rückrufen und hoher Investitionen fiel das Ergebnis vor Steuern um acht Prozent auf 9,8 Milliarden Euro. Der Gewinn brach sogar um 17 Prozent ein auf 7,2 Milliarden Euro. Die Dividende für die Aktionäre wird nun entsprechend gekürzt.

    Auch dieses Jahr gebe es kräftig Gegenwind, sagte der Finanzchef. Allein schon steigende Rohstoffpreise und der starke Euro dürften BMW mehr als eine halbe Milliarde Euro kosten. Zugleich müsse BMW weiter kräftig in neue Modelle, Elektromobilität und die Entwicklung autonom fahrender Autos investieren. Selbst wenn es keinen ungeregelten Brexit und keine Zollerhöhungen zwischen den USA und China gebe, „wird das Konzernergebnis vor Steuern voraussichtlich ebenfalls deutlich unter dem des Vorjahres liegen“, sagte Peter.

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    Die Bundesdruckerei empfiehlt: Jetzt kostenlos Zertifikate für PSD2-Umsetzung testen!

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    Am 14. September 2019 startet in der EU eine neue Ära im Bankgeschäft: Kreditinstitute müssen im Rahmen des elektronischen Zahlungsverkehrs digitalen Zahlungsdiensten den Zugriff auf Online-Zahlungskonten gewährleisten und dafür eine entsprechende...

    Am 14. September 2019 startet in der EU eine neue Ära im Bankgeschäft: Kreditinstitute müssen im Rahmen des elektronischen Zahlungsverkehrs digitalen Zahlungsdiensten den Zugriff auf Online-Zahlungskonten gewährleisten und dafür eine entsprechende Schnittstelle bereitstellen. Für die Sicherheit dieser Schnittstelle sorgen qualifizierte Website-Zertifikate, sogenannte QWACs. Unternehmen weisen hiermit ihre Identität – und ihre Rolle im jeweiligen Zahlungsprozess – nach. Während beispielsweise Zertifikate für das Kunden-Login schon erprobt sind, betreten Entwickler mit den jetzt geforderten Anwendungen Neuland. Es empfiehlt sich daher besonders für die Drittanbieter von Payment Services beziehungsweise für die Zahlungsauslösedienstleister, schon frühzeitig die Testphase zu starten, um auftretende Probleme rechtzeitig zu beseitigen.

    Einen Schritt voraus mit D-TRUST

    Hierbei gilt: Je früher, desto besser! Die Zahlungsdienste-Richtlinie der EU, auch als zweite Payment Service Directive (PSD2) bekannt, schreibt für Banken ab Mitte März 2019 eine Testphase vor. Dabei können die digitalen Zahlungsdienste die geöffneten Schnittstellen der Kreditinstitute prüfen. Über das Tochterunternehmen D-Trust bietet die Bundesdruckerei schon jetzt kostenlose Testzertifikate an. Der Vorteil: Banken und Drittanbieter von Payment Services können damit bereits wie mit produktiven Zertifikaten arbeiten. Die gesetzliche Pflicht für Banken, ihr Produktivsystem für Drittanbieter zu öffnen und diesen zu Testzwecken den Zugriff auf echte Kundenkonten zu erlauben, besteht dagegen erst ab spätestens Mitte Juni.

    Dem Vertrauensdienste-Anbieter vertrauen?

    Für den Echtbetrieb müssen digitale Zahlungsdienste qualifizierte Website-Zertifikate verwenden, welche die Voraussetzungen gemäß der EU-Verordnung eIDAS („electronic IDentification, Authentication and trust Services“) erfüllen. Die qualifizierten Zertifikate erhalten diese von den eIDAS-Vertrauensdiensten für elektronische Transaktionen („Trust Service Provider“), die von den nationalen Aufsichtsstellen – in Deutschland ist die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) die zuständige Aufsichtsbehörde – für die Herausgabe der Zertifikate zugelassen sind. Zwar ist die technische Sicherheit der Zertifikate bei allen zugelassenen Herausgebern der qualifizierten Zertifikate identisch, Anbieter von digitalen Zahlungsdiensten sollten bei der Wahl ihres Zertifikatedienstleisters dennoch sorgsam vorgehen.

    D-TRUST – Pionier mit Gütesiegel

    Technologische Kompetenz und Sicherheit bietet D-TRUST. Das Tochterunternehmen der Bundesdruckerei war das erste europäische Unternehmen, das zur Ausgabe von qualifizierten Website-Zertifikaten berechtigt war. 

    Lizenz notwendig

    Bevor der Test mit produktiven Zertifikaten beginnen kann, benötigen die der PSD2-Regulierung unterliegenden digitalen Zahlungsdienste in Deutschland eine Lizenz der BaFin. Davon sind sowohl Zahlungsauslösedienstleister, die auf Bankkonten zugreifen, als auch Kontoinformationsdienstleister, die nur Auskünfte über Kontodaten benötigen, betroffen. Die BaFin verlangt die verbindliche Rechtsform „juristische Person“ oder „Personenhandelsgesellschaft“, eine Berufshaftpflicht oder eine vergleichbare Garantie, eine Sicherheitsstrategie zum Schutz der Nutzer und Auskünfte darüber, wie man das Geschäft im Krisenfall fortführt.

    Zahlungsauslösedienstleister haben zudem den Nachweis über ein anfängliches Eigenkapital von mindestens 50.000 Euro zu erbringen. Ebenso werden statistische Daten über Leistungsfähigkeit, Geschäftsvorgänge sowie Betrugsfälle und eine Inhaberkontrolle verlangt. Der Lizenzierungsvorgang sollte zügig in Angriff genommen werden: Er dauert rund drei bis vier Monate. Die Gebühren hierfür liegen zwischen 6.000 und 12.000 Euro.

    Mehr Informationen

    Hier erfahren Sie mehr über PSD2 und kostenlose Testzertifikate. 

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    Startup will 50 Tonnen Cannabis importieren: „Deutschland wird der größte Markt für medizinisches Cannabis weltweit“

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    Das Frankfurter Pharma-Startup Farmako will über die nächsten vier Jahre insgesamt 50 Tonnen medizinisches Cannabis aus Polen importieren. Etwa 40 Tonnen sollen nach Deutschland eingeführt werden, die restlichen zehn Tonnen verteilen sich auf...

    Das Frankfurter Pharma-Startup Farmako will über die nächsten vier Jahre insgesamt 50 Tonnen medizinisches Cannabis aus Polen importieren. Etwa 40 Tonnen sollen nach Deutschland eingeführt werden, die restlichen zehn Tonnen verteilen sich auf Großbritannien, Dänemark und weitere europäische Länder. Der Deal mit dem polnischen Pharmakonzern Pharmacann sei der „weltweit größte Importvertrag für pharmazeutisches Cannabis“, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit.

    Das Startup, das Ende 2018 von einem Team aus Medizinern, Pharma-Experten und Unternehmern gegründet wurde, importiert bereits die niederländische Cannabissorte Bedrocan, allerdings hat es bisher nur eine Genehmigung für 750 Kilogramm pro Jahr. Das soll sich in den kommenden Jahren nun ändern.

    Startup spekuliert auf Millionen potenzieller Patienten

    „Deutschland wird der größte Markt für medizinisches Cannabis weltweit“, sagte Niklas Kouparanis, Mitgründer von Farmako, im Gespräch mit Business Insider. Gemessen am Vorbild Kaliforniens, wo seit der Legalisierung zwei bis drei Prozent der Bevölkerung Cannabis-Medikamente auf Rezept bezieht, rechnet sich das Startup hierzulande ein Marktpotenzial von knapp 1,6 Millionen Patienten aus.

    In Deutschland dürfen Apotheken seit März 2017 medizinisches Cannabis unter bestimmten Voraussetzungen legal verkaufen. Bisher ist die Nachfrage allerdings noch weit entfernt von der Millionengrenze, denn das Geschäft mit dem „grünen Gold“ ist ein streng regulierter Nischenmarkt, die Hürden für eine Verschreibung sind hoch. Experten schätzen, dass es derzeit rund 40.000 Patienten gibt, die Medizinalcannabis auf Rezept bekommen. Die genaue Anzahl lässt sich allerdings nicht eindeutig bestimmen, da es keine zentrale Erhebung gibt.

    Cannabis „Made in Europe“

    Das Gros der cannabioidhaltigen Medikamente und Blüten, die in deutschen Apotheken erhältlich sind, kommt bisher aus Kanada. Farmako setzt hingegen auf Cannabis „Made in Europe“.

    Die Blüten werden nach Angaben des Unternehmens in Osteuropa angebaut und in Polen verarbeitet, verpackt und dann nach Deutschland verschickt. „Wir werden von hier aus ganz Europa beliefern“, so Kouparanis. Deutschland solle zum Hub für Cannabis-Forschung und -Produkte werden.

    Preise für medizinische Cannabis sollen sinken

    Es ist eine klare Kampfansage an die kanadischen Anbieter und könnte — wenn Farmakos Plan aufgeht — zu einer Preisschlacht führen. „Der Markt für Recreational Cannabis [zum Freizeitgebrauch, Anm. d. Red.] in Kanada verschlingt so viele Kapazitäten, dass es hierzulande kaum noch etwas gibt. Das ist eine Zumutung für die Patienten, zumal die Preise dadurch exorbitant hoch sind“, sagte Kouparanis.

    Aktuell zahlen Patienten für Cannabis-Blüten rund 25 bis 28 Euro pro Gramm. Farmako will die Blüten zu einem Apothekenpreis von 16 Euro anbieten. Insgesamt wolle man die Kosten für cannabioidhaltige Medikamente um mindestens 20 Prozent kappen im Vergleich zu dem, was aktuell auf dem Markt ist. Je nach Medikament könne man die Konkurrenz sogar um 30 Prozent unterbieten.

    Möglich werde das durch die geringen Produktionskosten in Osteuropa, wo die Strompreise und das Personal wesentlich günstiger seien als in Kanada.

    Importgenehmigungen stehen noch aus

    Mit der ersten Lieferung rechnet das Pharma-Startup im Juni, bisher habe man rund 160 Apotheken als Kunden gewonnen. Die Importgenehmigung des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) steht allerdings noch aus, Kouparanis sieht darin nur eine „Formalie“.

    Tatsächlich wäre eine Importerlaubnis für 40 Tonnen Cannabis aber eine historische Marke. Zum Vergleich: Im ersten Jahr seit der Legalisierung von Medizinalcannabis (von März 2017 bis März 2018) genehmigte die Behörde nur rund 2,1 Tonnen.

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    Unternehmen: Bund muss schneller auf Elektrofahrzeuge umsteigen

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    Mehrere große Energie- und Handelsunternehmen haben den Bund zu einem schnelleren Umstieg auf E-Fahrzeuge aufgefordert. Dies werde „den Kampf gegen den Klimawandel stärken, der Luftverschmutzung in deutschen Städten entgegenwirken sowie die...

    Mehrere große Energie- und Handelsunternehmen haben den Bund zu einem schnelleren Umstieg auf E-Fahrzeuge aufgefordert. Dies werde „den Kampf gegen den Klimawandel stärken, der Luftverschmutzung in deutschen Städten entgegenwirken sowie die Führungsrolle Deutschlands als globalem Autohersteller sichern.“ Das schrieben die Energiekonzerne Eon und Vattenfall, die Handelsketten Metro und Ingka Group (früher Ikea) sowie das Fuhrpark-Leasingunternehmen Leaseplan am Mittwoch in einer gemeinsamen Mitteilung.

    „Die Empfehlungen sind eine klare Chance für die Bundesregierung, sich die fallenden Kosten für Batterien zunutze zu machen und einen ehrgeizigen Zeitplan für die Einführung von Elektrofahrzeugen festzulegen, der mit Plänen anderer europäischer Länder im Einklang steht“, so die Unternehmen. Eon-Manager Andreas Pfeiffer etwa forderte Kontrollmaßnahmen wie CO2-Abgaben sowie Steueranreize für Unternehmen, die ihren Fuhrpark auf E-Mobilität umstellen wollen. Die fünf Unternehmen, die sich an der globalen Firmeninitiative EV100 der Climate Group beteiligen, stellen derzeit ihre Flotten auf E-Fahrzeuge um und bauen große Ladenetze auch für Kunden auf.

    Am Mittwoch sollten sich dem Vernehmen nach die Chefs der deutschen Autobauer Volkswagen, Daimler und BMW mit dem Branchenverband VDA zusammenschalten. Dabei wollen sie ausloten, ob sich eine gemeinsame Linie beim Umbau der Mobilität finden lasse. So hatte VW kürzlich ein Strategiepapier vorgelegt, in dem die Wolfsburger kritisieren, die bisherigen Pläne zur Verkaufsförderung sowie zum Ausbau der Ladeinfrastruktur für E-Autos reichten nicht aus. Das war aber auf teils große Kritik auch von Wettbewerbern gestoßen. Eine offizielle Bestätigung des Spitzengesprächs gibt es bisher nicht.

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    Jahrzehntelang „fehlerhafte Informationen verbreitet“: Es gibt überraschende Erkenntnisse zu unserem nächsten Nachbarplaneten

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    Drei Jahre ist es her, seit Planet Nine in der wissenschaftlichen Community für Aufsehen gesorgt hat. Die Existenz eines möglichen neunten Planeten weit draußen im Sonnensystem, noch hinter Neptun, stellte unser bisheriges Wissen über das...

    Drei Jahre ist es her, seit Planet Nine in der wissenschaftlichen Community für Aufsehen gesorgt hat. Die Existenz eines möglichen neunten Planeten weit draußen im Sonnensystem, noch hinter Neptun, stellte unser bisheriges Wissen über das Sonnensystem auf die Probe.

    Möglicherweise wird diese Nachricht euch ebenso verblüffen: Unser Nachbarplanet ist gar nicht die Venus, sondern der Merkur.

    Zumindest wenn man darauf achtet, welcher Planet uns die meiste Zeit des Jahres am nächsten ist. Aber lernten wir nicht in der Schule, dass die Venus unserem Heimatplaneten am nächsten ist?

    Distanzen wurden bisher mit ungenauen Methoden gemessen

    „Eine Schlamperei, Unklarheiten oder Gruppendenken“. So erklären sich die Ingenieure Tom Stockman, Gabriel Monroe und Samuel Cordner das Missverständnis in einem Kommentar, der in der Wissenschaftszeitschrift „Physics Today“ veröffentlicht wurde.

    Betrachtet man die Umlaufbahnen der Planeten um die Sonne, so ist die Umlaufbahn der Erde der Umlaufbahn der Venus am nächsten. Das ist die traditionelle Methode, die nur auf die mittleren Entfernungen der einzelnen Planeten von der Sonne achtet, anstatt die Positionen der Planeten zueinander im Laufe einer Umrundung zu betrachten.

    Venus und Erde sind die meiste Zeit auf unterschiedlichen Seiten des Sonnensystems

    „Wissenschaftler haben Informationen verbreitet, die auf einer falschen Annahme über die durchschnittliche Distanz zwischen den Planeten fußen“, so die Ingenieure, deren Tätigkeiten sich vom Los Alamos National Observatory über das US Army Engineer Research Development Center bis zur Nasa erstrecken.

    Venus und Erde bewegen sich mit unterschiedlicher Geschwindigkeit um die Sonne, weshalb sie die meiste Zeit schlicht „auf unterschiedlichen Seiten“ des Sonnensystems sind.

    Merkur, der den kleinsten Orbit aller Planeten im Sonnensystem hat, ist deshalb die meiste Zeit näher an der Erde als unser „Orbit-Nachbar“, die Venus.

    Wenn Merkur und die Erde am weitesten voneinander entfernt sind, sind sie sich näher als Venus und Erde am gleichen Punkt.

    Merkur ist der Nachbar aller Planeten

    „Indem wir eine genauere Methode zur Ermittlung der durchschnittlichen Distanz zwischen zwei umkreisenden Körpern nutzten, fanden wir heraus, dass diese Distanz proportional zum relativen Radius des inneren Orbits der Planeten ist“, so das Team.

    Das ist übrigens bei allen anderen Planeten im Sonnensystem genauso. Das bedeutet, dass Merkur der Nachbar aller Planeten in unserem Sonnensystem ist. Das ist zwar kontraintuitiv, aber wahr.

    Um ihre Theorie zu testen, ließen Wissenschaftler eine Simulation über einen theoretischen Zeitraum von 10.000 Jahren laufen und verglichen die Resultate mit den Abständen der traditionellen Methode.

    Die Simulation wich nur ein Prozent von ihrer Methode ab — aber um bis zu 300 Prozent bei den traditionellen ermittelten Distanzen.

    Peer Review steht noch aus

    Die Ergebnisse des Teams durchliefen aber noch nicht den sogenannten Peer-Review-Prozess, der für wissenschaftliche Publikationen überlebenswichtig ist. Nur solche Veröffentlichungen sind wirklich seriös. Das Team ist aber optimistisch, dass die Ergebnisse valide sind.

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    Huawei hat einen Plan B entwickelt, falls das Unternehmen nicht mehr Android nutzen darf (GOOG, GOOGL, MSFT)

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    Der chinesische Tech-Riese Huawei bestätigte, dass das Unternehmen ein eigenes Betriebssystem für seine Geräte entwickelt hat, das Googles Android und Microsofts Windows ersetzen könnte, wenn Huawei die Nutzung US-amerikanischer Produkte verwehrt...

    Der chinesische Tech-Riese Huawei bestätigte, dass das Unternehmen ein eigenes Betriebssystem für seine Geräte entwickelt hat, das Googles Android und Microsofts Windows ersetzen könnte, wenn Huawei die Nutzung US-amerikanischer Produkte verwehrt wird, berichtet die Tageszeitung „Die Welt“.

    Huawei hat ein eigenes Betriebssystem entwickelt

    Die Wahrscheinlichkeit, diese Produkte nicht mehr nutzen zu dürfen, hat sich für Huawei stark erhöht, nachdem Huawei die US-Regierung verklagt hat.

    „Wir haben unser Betriebssystem vorbereitet. Sollte es jemals passieren, dass wir Android und Windows nicht länger nutzen dürfen — wir sind vorbereitet“, sagte Huawei-Chef Richard Yu.

    Ein Sprecher von Huawei antwortete nicht auf eine Anfrage von Business Insider für einen Kommentar.

    US-Regierung verbannte Huawei aus allen US-Behörden

    Huawei verklagt die US-Regierung, weil US-Behörden aus Sicherheitsgründen verboten wurde, Equipment des chinesischen Unternehmens zu verwenden. Huawei erklärte, dass die US-Regierung keine Beweise geliefert hat, die ihre Sicherheitsbedenken stützen würden und dass die Regierung damit die Verfassung bricht.

    Das chinesische Unternehmen arbeitet schon seit 2012 an einem eigenen Betriebssystem, berichtet die Hongkonger Tageszeitung „South China Morning Post“. Dass das Vorhaben nach wie vor ernsthaft verfolgt wird, war bis zuletzt nicht bekannt gewesen.

    Huawei zieht es vor, weiter mit Microsoft und Google zu arbeiten

    Huawei benutzt momentan Android für seine Smartphones und Windows für seine Laptops und Tablets.

    Yu merkte an, dass der Umzug auf ihre hauseigene Plattform nur der Plan B der Firma ist. „Natürlich ziehen wir es vor, weiterhin mit den Systemen von Google und Microsoft zu arbeiten.“

    Dieser Text wurde von Joshua Fritz übersetzt.

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    Einst wurde Elizabeth Holmes und ihre Biotech-Firma Theranos im Silicon Valley gefeiert. Ein neues Bluttestverfahren sollte die Medizin revolutionieren, versprach die Gründerin. Später wurde Holmes als Betrügerin entlarvt. Eine Stanford Professorin...

    Einst wurde Elizabeth Holmes und ihre Biotech-Firma Theranos im Silicon Valley gefeiert. Ein neues Bluttestverfahren sollte die Medizin revolutionieren, versprach die Gründerin. Später wurde Holmes als Betrügerin entlarvt. Eine Stanford Professorin hatte eine der ersten Ideen von Elizabeth Holmes abgelehnt. Nun erklärt die Wissenschaftlerin, wie es war, den Aufstieg und Fall von Theranos zu beobachten.

    Dr. Phyllis Gardner war es als Professorin an der Stanford Medical School gewohnt, von unternehmerischen Studenten angesprochen zu werden, die die Biotech-Welt erobern wollten. Elizabeth Holmes kam 2002 nach Stanford. Sie sprach Gardner mit der Idee an, ein Pflaster zu kreieren, das die Träger nach Infektionen absucht und gegebenenfalls Antibiotika freisetzt. Die Professorin versuchte ihr zu erklären, warum das nicht funktioniert.

    Theranos-Gründerin Elizabeth Holmes war Studentin in Stanford

    Die Antibiotika, die Holmes verwenden wollte, hätten in der Praxis eine höhere Dosis enthalten müssen, als ein Pflaster liefern könnte, sagt Gardner. Als sie merkte, dass sie nicht zu Holmes durchdrang, wies Gardner sie an, sich von anderen Personen helfen zu lassen, einschließlich Gardners Ehemann.

    „Sie wollte, dass es funktioniert, und folgte dem Muster 'Versuch es solange, bis du erfolgreich bist'“, sagt Gardner. „Das ist in Bezug auf das Gesundheitswesen so lächerlich.“ 

    Dieser Ansatz machte Gardner schon damals Sorgen: „Wenn das Leben von Menschen in Gefahr ist, tut man das nicht.“

    Kurz darauf brach Holmes ihr Studium in Stanford ab. 2003, im Alter von 19 Jahren, gründete sie das Bluttest-Startup Theranos.

    Theranos sammelte mehr als 700 Millionen US-Dollar von Investoren ein und wurde später mit 9 Milliarden US-Dollar bewertet. Es bot eine große Vision, mit einer kleinen Blutprobe mehrere Krankheiten zu testen.

    Gardner vertraute Elizabeth Holmes nicht

    In den folgenden Jahren hörte Gardner Gerüchte von Mitarbeitern, die dort gearbeitet hatten, was das Unternehmen vorhatte. Theranos zog vor allem jüngere Leute an, die von Stanford abgingen.

    Gardner kehrte in die Geschichte von Theranos zurück, als Richard Fuisz, ein Familienfreund von Holmes, sich nach ihrer Meinung über Holmes erkundigte. Gardner hatte Fuisz kennen gelernt, als sie bei dem Medizinprodukt-Unternehmen Alza gearbeitet hatte. Sie war offen zu ihm.

    „Ich traue ihr nicht“, sagte sie damals zu Fuisz. „Ich weiß nicht, was sie vorhat.“

    Theranos und Fuisz gingen schließlich wegen Patentstreitigkeiten vor Gericht, eine schwierige Erfahrung für Fuisz und seine Familie. Gardner und Fuisz blieben in Kontakt und schlossen sich schließlich mit Rochelle Gibbons zusammen, der Witwe von Ian Gibbons, dem Chefwissenschaftler von Theranos, der sich 2013 das Leben genommen hatte.

    Elizabeth Holmes wurde von den Medien gefeiert

    Die Gruppe wollte einen Text darüber schreiben, was sie über Theranos gehört hatten, insbesondere im Hinblick auf die Partnerschaft des Unternehmens mit der amerikanischen Apothekenkette Walgreens. Die Kette hatte in einigen Apotheken in Arizona klinische Labore eingerichtet, um Finger-Stick-Tests durchzuführen.

    2014 wurde Holmes auf den Titelseiten von Wirtschaftsmagazinen und auf Listen von Top-Manager geführt. Gardner war nicht glücklich darüber. „Ich habe mich überall ausgekotzt“, sagt sie. Stanford-Studenten baten darum, Holmes einzuladen und sie als Gründerin eine Rede halten zu lassen, aber Gardner erlaubte es nicht.

    „Ich unterstütze Frauen. Das habe ich immer getan. Ich bin dafür in Schwierigkeiten geraten. Ich habe sie angetrieben“, sagt Gardner. „Aber ich werde keinen Betrug unterstützen —  egal, welches Geschlecht du hast.“

    Der Abstieg von Theranos

    Im Oktober 2015 veröffentlichte John Carreyrou vom „Wall Street Journal“ seinen ersten Artikel, in dem er Fragen zur Funktionsweise der Technologie des Unternehmens stellte.

    An dem Tag, an dem der Artikel publiziert wurde, befand sich Gardner, die darin zitiert wurde, auf einer Tagung der Harvard Medical School. In diesem Sommer war Holmes in den Ausschuss berufen worden, also war sie auch dort.

    Holmes und Gardner saßen an gegenüberliegenden Seiten des Raums, erinnert sich Gardner. Sie sagt, dass sie an diesem Tag nicht mit Holmes gesprochen hat und sich auf Distanz hielt.

    Holmes verbrachte den Tag mit Meetings. In der Pause ging sie in die TV-Sendung „Mad Money“ und bestritt Carreyrous Bericht. Zum Abendessen kam sie zurück. Inzwischen ist Holmes nicht mehr in dem Ausschuss.

    Investoren verloren hunderte Millionen Dollar

    Als sich die Vorwürfe gegen das Unternehmen erhärteten, trat Holmes im vergangenen Juni als Geschäftsführerin von Theranos zurück. Als Gründerin blieb sie mit dem Unternehmen verbunden. Sie wurde vom Justizministerium wegen Betrugs angeklagt. Sie hat sich nicht schuldig bekannt. Im September wurde Theranos offiziell geschlossen. Seine Investoren haben hunderte Millionen Dollar verloren, weil sie auf das Unternehmen gesetzt hatten.

    Lest auch: Fail fast, fail often: Drei Studenten wollen Unternehmen dabei helfen, Fehler schneller und günstiger aufzuspüren
     
    Für Gardner ist die Geschichte noch nicht vorbei. „Ich möchte nur, dass sie verurteilt wird“, sagt Gardner über Holmes. „Alles, was ich will, ist, sie in einem orangefarbenen Overall mit schwarzem Rollkragen zu sehen.“
     
    Ihr Grund für ihre Abneigung ist einfach: „Wer Menschen gefährdet, dem verzeihe ich nicht.“

    Dieser Text wurde von Lea Kreppmeier aus dem Englischen übersetzt und überarbeitet. 

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    Noch einen Tag vor dem tödlichen Boeing-Crash in Indonesien verhinderte ein Ex-Pilot eine ähnliche Katastrophe

    Noch einen Tag vor dem tödlichen Boeing-Crash in Indonesien verhinderte ein Ex-Pilot eine ähnliche Katastrophe


    Ein außer Dienst stehender Pilot, der im Cockpit der Boeing 737 Max 8 mitgeflogen ist, hat eine fehlerhafte Funktion an dem Flugzeug noch beim vorletzten Flug behoben, bevor es am nächsten Tag in Indonesien abstürzte, wie es in einem...

    Ein außer Dienst stehender Pilot, der im Cockpit der Boeing 737 Max 8 mitgeflogen ist, hat eine fehlerhafte Funktion an dem Flugzeug noch beim vorletzten Flug behoben, bevor es am nächsten Tag in Indonesien abstürzte, wie es in einem Bloomberg-Bericht vom Dienstag heißt. Dort werden zwei Quellen zitiert, die mit den Untersuchungen in dem Land vertraut sein sollen. 

    Dem Bericht zufolgem kam der Ex-Pilot den Besatzungsmitgliedern der Lion Air zu Hilfe, in dem er einen defekten Sensor reparierte, um ein Blockieren des Flugzeugs zu verhindern. Der Pilot riet der Besatzung, die Energieversorgung eines Motors zu kappen, der dafür sorgt, dass die Nase des Flugzeugs nach unten zeigt, berichtete Bloomberg und zitiert mit der Untersuchung vertraute Quellen.

    Das gleiche Flugzeug, das dann jedoch von einer anderen Besatzung geflogen wurde, stürzte am nächsten Tag, am 29. Oktober 2018, in die Java-See bei Indonesien. Alle 189 Passagiere und Besatzungsmitglieder an Bord kamen dabei ums Leben. Ein Sprecher von Lion Air wollte sich gegenüber Bloomberg nicht weiter zu dem Bericht äußern.

    Boeing: „Wir können zum jetzigen Zeitpunkt keine weiteren Kommentare abgeben“

    „Alle Daten und Informationen, die wir über den Flug und das Flugzeug haben, wurden an das Indonesische Verkehrssicherheitskomitee übermittelt“, sagte ein Sprecher gegenüber Bloomberg. „Wir können zum jetzigen Zeitpunkt keine weiteren Kommentare abgeben, da die Untersuchung des Unfalls noch läuft.“

    Die automatisierte Sicherheitsfunktion der Boeing 737 Max wurde nach dem Absturz des Ethiopian Airlines Fluges ET302, bei dem am 10. März, fünf Monate nach dem Absturz der Lion Air, alle 157 Passagiere ums Leben kamen, intensiv untersucht.

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    Während Boeing und die Luftfahrtbehörden die Vorfälle untersuchen, deuten erste Berichte darauf hin, dass ein fehlerhafter Messwert von einem Sensor eine Rolle bei beiden Unfällen gespielt haben könnte. Die Berichte zeigten, dass der defekte Sensor möglicherweise ein System des Flugzeugs ausgelöst und die Nase nach dem Start nach unten gerichtet hat.

    Nach dem Absturz haben verschiedene Länder die Boeing 737 Max Flugzeuge gestrichen, darunter China, das die größte Zahl solcher Flugzeuge besitzt. Die USA waren das letzte Land, das sich zu einem Verbot durchrang.

    Dieser Text wurde von Carolin Freytag aus dem Englischen übersetzt. 

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    Bayer-Tochter Monsanto muss in wichtigem Glyphosat-Prozess schweren Rückschlag einstecken

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    Schwerer Rückschlag für Monsanto: Der zum deutschen Bayer-Konzern gehörende US-undefined hat einen wichtigen Teilprozess um angebliche Krebsrisiken seines Unkrautvernichters Roundup verloren. Die Jury des zuständigen Bundesbezirksgerichts in San...

    Schwerer Rückschlag für Monsanto: Der zum deutschen Bayer-Konzern gehörende US-undefined hat einen wichtigen Teilprozess um angebliche Krebsrisiken seines Unkrautvernichters Roundup verloren. Die Jury des zuständigen Bundesbezirksgerichts in San Francisco befand am Dienstag (Ortszeit), dass das Produkt mit dem umstrittenen Wirkstoff Glyphosat ein wesentlicher Faktor für die Lymphdrüsenkrebserkrankung des Klägers Edwin Hardeman gewesen ist. Die sechs Geschworenen trafen die Entscheidung einstimmig.

    Damit geht der Prozess nun mit der selben Jury in eine zweite Phase, in der die Haftungsfragen geklärt werden sollen. Dabei geht es auch darum, ob Monsanto über Risiken hinwegtäuschte und wie hoch der mögliche Schadenersatz ausfallen könnte. Sollte Monsanto für haftbar befunden werden, könnte dies Bayer viel Geld kosten. Wäre die Jury zu dem Schluss gekommen, dass Roundup nicht für Hardemans Erkrankung mitverantwortlich ist, so hätte es keine zweite Prozessrunde gegeben, was für Monsanto ein Befreiuungsschlag gewesen wäre.

    Bayer zeigte sich in einer Stellungnahme enttäuscht

    Bayer zeigte sich in einer Stellungnahme enttäuscht von der Entscheidung der Jury. Dennoch sei das Unternehmen weiterhin fest davon überzeugt, dass die wissenschaftlichen Erkenntnisse bestätigen, dass glyphosatbasierte Herbizide keinen Krebs verursachen. Bayer sei zuversichtlich, im zweiten Teil des Prozesses beweisen zu können, dass Monsantos Verhalten angemessen war und das Unternehmen nicht für Hardemans Krebserkrankung haftbar gemacht werden sollte.

    Für Bayer ist der Fall Hardeman hochbrisant, da es sich um einen richtungsweisenden „Bellwether Case“ handelt. Damit ist im US-Recht eine Art Musterfall in einem Massenverfahren gemeint. Mehrere dieser repräsentativen Fälle sind angesetzt. Sie sollen den Streitparteien helfen, das Ausmaß von Schäden und die Höhe denkbarer Vergleichszahlungen besser abschätzen zu können. Insgesamt sind bei dem zuständigen US-Richter Vince Chhabria mehrere Hundert Klagen von Landwirten, Gärtnern und Verbrauchern gebündelt.

    Die Klagewelle gegen Bayer war so richtig ins Rollen gekommen, nachdem eine Geschworenenjury dem Krebspatienten Dewayne Johnson in einem anderen Verfahren im August insgesamt 289 Millionen Dollar an Schmerzensgeld und Entschädigung zugesprochen hatte. Die Richterin senkte zwar die Strafe gegen den im vergangenen Jahr von Bayer übernommenen US-Saatgutkonzern Monsanto später auf gut 78 Millionen Dollar (69 Mio Euro), im Grundsatz änderte sie am Urteil aber nichts.

    Bayer-Aktienkurs nach Urteil im August massiv eingebrochen

    Der Bayer-Aktienkurs war nach dem Urteil im August massiv eingebrochen. Anleger und Analysten warfen die Frage auf, ob die Leverkusener die Risiken des rund 63 Milliarden Dollar (55 Milliarden Euro) teuren Monsanto-Kaufs unterschätzt hätten. Das aktuelle Verfahren ist erst der Anfang: Bis Ende Januar wurden Monsanto in den USA glyphosatbezogene Klagen von etwa 11.200 Klägern zugestellt. Am 28. März soll bereits ein weiterer Prozess bei einem Landgericht im kalifornischen Oakland starten, weitere sollen rasch folgen.

    Bayer weist die Vorwürfe eines Krebsrisikos von Monsantos Unkrautvernichtern zurück und beruft sich dabei auf zahlreiche Studien. „Wir haben großes Mitgefühl mit Herrn Hardeman und seiner Familie — dennoch stützen umfangreiche wissenschaftliche Erkenntnisse die Schlussfolgerung, dass Roundup nicht die Ursache seiner Krebserkrankung ist“, heißt es im Statement des Unternehmens. Bayer stehe hinter diesen Produkten und werde sie entschieden verteidigen.

    Der Dax-Konzern gibt sich denn auch betont optimistisch: Bislang sah das Unternehmen keinen Grund, für Schadenersatzzahlungen Vorsorge zu leisten. Viel Geld kosten die Glyphosat-Klagen aber dennoch schon: Die Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten stiegen im vergangenen Jahr um rund 660 Millionen Euro. „Wir stellen hier im Wesentlichen für drei Jahre Verteidigungskosten zurück“, erklärte Finanzchef Wolfgang Nickl während einer Bilanzpressekonferenz Ende Februar.

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