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    Ihr braucht nur eure Hand, um auszurechnen, wie viel ihr essen solltet

    Ihr braucht nur eure Hand, um auszurechnen, wie viel ihr essen solltet


      Wie viel sollten wir eigentlich essen? Das kann sehr schwer sein zu schätzen. Und wer will schon vor jeder Mahlzeit mit der Küchenwaage hantieren? Aber die...

     

    Wie viel sollten wir eigentlich essen? Das kann sehr schwer sein zu schätzen. Und wer will schon vor jeder Mahlzeit mit der Küchenwaage hantieren? Aber die Portionsgrößen, die auf Verpackungen vorgeschlagen werden, stimmen meist vorne und hinten nicht.

    Aber es gibt einen einfachen Trick, wie ihr euch immer merken könnt, wie viel ihr essen solltet: Guckt einfach nur auf eure Hand und erinnert euch an diese einfache Regel.

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    Geheimnisvolle Zahl: Was die „57“ auf den Ketchup-Flaschen von „Heinz“ bedeutet (A14TU4)

    Geheimnisvolle Zahl: Was die „57“ auf den Ketchup-Flaschen von „Heinz“ bedeutet (A14TU4)


    Ketchup-Liebhaber wissen: Der Griff zu „Heinz Tomato Ketchup“, dem Urgestein im Ketchup-Sortiment, ist immer eine gute Wahl. Aber habt ihr mal genauer auf die Verpackung geschaut? Dort steht die Zahl 57. Und nur die wenigsten wissen, dass dahinter...

    Ketchup-Liebhaber wissen: Der Griff zu „Heinz Tomato Ketchup“, dem Urgestein im Ketchup-Sortiment, ist immer eine gute Wahl. Aber habt ihr mal genauer auf die Verpackung geschaut? Dort steht die Zahl 57. Und nur die wenigsten wissen, dass dahinter eine kuriose Anekdote steckt.

    Im Jahr 1869 gründete Henry John Heinz die Heinz Company. Der Leitsatz: „Qualität ist für ein Produkt das, was der Charakter für einen Mann ist.“ Eines der Markenzeichen des Unternehmens: Der Schriftzug „57 Varieties“.

    Die Zahl, die auf den Flaschen prangt, kommt nicht von ungefähr. Auf einer Reise nach New York entdeckte Henry John Heinz eine Werbetafel. Dort bewarb ein Schuster seine 21 verschiedenen Schuhstile. Die Idee begeisterte ihn so sehr, dass er sie gleich selbst in die Tat umsetzte, und den Schriftzug „57 Varieties“ in die Welt setzte. Was kaum bekannt ist: Die Zahl hat nicht unmittelbar etwas mit der Produktvielfalt zu tun — 5 und 7 waren lediglich seine Glückszahlen.

    Fun Fact von der Heinz-Webseite: 

    „Damit unser Heinz Tomato Ketchup schneller aus der Glasflasche kommt,  klopft der echte „Heinzianer“ auf die „57“ des Flaschenhalsetiketts. Dann lässt der unbeschreibliche Genuss nicht mehr lange auf sich warten.“

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    12 Verhaltensweisen, mit denen ihr alle um euch herum in den Schatten stellt

    12 Verhaltensweisen, mit denen ihr alle um euch herum in den Schatten stellt


    Disziplin gehört zu den elementaren Bausteinen des Erfolgs. Diese Eigenschaft entscheidet darüber, wie gut ihr am Ende wirklich in etwas seid.  Denn es gibt viele Menschen, die gut in einer Sache sind. Manche sind sogar großartig. Aber nur sehr...

    Disziplin gehört zu den elementaren Bausteinen des Erfolgs. Diese Eigenschaft entscheidet darüber, wie gut ihr am Ende wirklich in etwas seid. 

    Denn es gibt viele Menschen, die gut in einer Sache sind. Manche sind sogar großartig. Aber nur sehr wenige Menschen stellen alle anderen in den Schatten mit dem, was sie tun — sie sind einfach nicht aufzuhalten.

    Gerade diese Menschen leben oft in ihrer ganz eigenen Welt und zeigen sich unbeeindruckt von dem Wettbewerb und Trubel um sie herum. Den einzigen Wettbewerb den sie bestreiten, tragen sie mit sich selbst aus. Und sie bringen automatisch andere dazu, sich mit ihnen zu messen. 

    Benjamin P. Hardy promoviert gerade an der Clemson University im US-Bundesstaat North Caroline. Sein Forschungsgebiet ist die Organisationspsychologie. Hardy hat bereits drei Bücher veröffentlicht. Regelmäßig veröffentlicht er Gastbeiträge beispielsweise für „Forbes“, „Psychology Today“, „Inc.“ und den Business Insider. 

    Er hat Tipps für euch, wie auch ihr ein Teil der sehr kleinen Gruppe werden könnt, die so unaufhaltsam erfolgreich ist, dass alle anderen vor Neid erblassen. 

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    1. Weniger analysieren, mehr handeln

    Je mehr ihr grübelt und analysiert, desto weiter bringt euch das vom tatsächlichen Handeln ab. Sehr häufig sind intuitive Entscheidungen auch jene, die sich am Ende auszahlen. Wenn ihr sie ewig lange zerdenkt, vermeidet ihr vielleicht ein Risiko, ja. Aber letztendlich umgeht ihr damit vermutlich auch eine Chance. 

    Hardy zitiert die Moderatorin Oprah Winfrey: „Jede richtige Entscheidung, die ich je getroffen habe, war eine Bauchentscheidung. Jede falsche Entscheidung war die Konsequenz daraus, dass ich nicht auf meine Intuition gehört habe.“ 



    2.Schafft euch die perfekten Voraussetzungen

    Werdet ein Meister eures Fachs. Perfektioniert eure Fähigkeiten und euer Wissen, hängt euch richtig rein und entwickelt eine Leidenschaft dafür, unschlagbar auf eurem Gebiet zu werden.

    Trainiert eure linke Gehirnhälfte, die für den strukturierten, logisch-analytischen Denkprozess verantwortlich ist. Arbeitet diese Gehirnhälfte in eurem Fachbereich völlig reibungslos, kann sich eure rechte Gehirnhälfte, die im Zusammenhang mit Intuition und Emotionen steht, erlauben, auch mal aus den Mustern auszubrechen und kreative Prozesse anzustoßen. 

    Hardy schreibt: „Ihr erkennt dadurch plötzlich viel mehr Möglichkeiten als andere. Während sie nur versuchen, auf eine Situation zu reagieren, könnt ihr sie euch zurechtbiegen wie es euch gefällt.“ 



    3. Seid nie zufrieden

    Es geht nicht um ein bestimmtes Ziel sondern darum, wie weit ihr kommen könnt. Deshalb seid ihr auch nicht zufrieden und ruht euch auf euren Lorbeeren aus, wenn ihr etwas erreicht habt — ihr wollt nämlich wissen, ob da nicht noch mehr drin ist. 

    Das bedeute nicht, dass ihr undankbar seid, schreibt Hardy. Ihr könnt natürlich dankbar sein für alles, was ihr habt. Aber sich immer weiter anzuspornen sorge dafür, nicht faul zu werden. 



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    Russischer UN-Botschafter überraschend gestorben

    Russischer UN-Botschafter überraschend gestorben


    Der russische UN-Botschafter, Witali Tschurkin, ist überraschend in New York gestorben. Das erklärte das russische Außenministerium heute in Moskau. Wie mehrere Medien übereinstimmend berichten, ist die Todesursache noch unklar.  BREAKING:...

    Der russische UN-Botschafter, Witali Tschurkin, ist überraschend in New York gestorben. Das erklärte das russische Außenministerium heute in Moskau. Wie mehrere Medien übereinstimmend berichten, ist die Todesursache noch unklar. 

    BREAKING: Russischer UN-Gesandter Witali Tschurkin verstorbenhttps://t.co/dPin50s039 pic.twitter.com/O9Cku1UZ14

    — RT Deutsch (@RT_Deutsch) 20. Februar 2017

     

    Der 64-jährige Diplomat galt als eine der Schlüsselfiguren in der Außenpolitik. Tschurkin war außerdem ein Vertrauter von Präsident Wladimir Putin. Dieser ließ über einen Sprecher ausrichten, dass er die Nachricht vom Tod des Botschafters mit großer Trauer aufgenommen habe. Laut „Bild“ war Tschurkin bereits seit elf Jahren bei den Vereinten Nationen. Von 1992 bis 1994 war er stellvertretender Außenminister Russlands. 

    Seine wichtigste Aufgabe bei der UN soll es gewesen sein, „das Vorgehen Moskaus massiv zu verteidigen“. Dazu zählen unter anderem die umstrittenen Luftangriffe in Syrien. Beobachter sind sich einig, dass der plötzliche Tod für Wirbel auf dem diplomatischen Parkett sorgen wird. Ein Nachfolger ist bislang noch nicht benannt. 

    fre

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    Fast wie bei Snapchat: WhatsApp erweitert Angebot mit „Status-Updates“

    Fast wie bei Snapchat: WhatsApp erweitert Angebot mit „Status-Updates“


    WhatsApp wird mit einer neuen Funktion ein Stück mehr zum sozialen Netzwerk. Die Nutzer bekommen die Möglichkeit, sogenannte „Status-Updates“ mit Fotos und Videos zu dem, was sie gerade machen, für ihre Kontakte zu veröffentlichen. Die Einträge...

    WhatsApp wird mit einer neuen Funktion ein Stück mehr zum sozialen Netzwerk. Die Nutzer bekommen die Möglichkeit, sogenannte „Status-Updates“ mit Fotos und Videos zu dem, was sie gerade machen, für ihre Kontakte zu veröffentlichen.

    Die Einträge verschwinden nach 24 Stunden automatisch, wie der zu Facebook gehörende Kurzmitteilungsdienst am Montag ankündigte. Die App bekommt dafür einen neuen „Status“-Knopf, unter dem die Updates zu finden sind.

    Mitgründer Jan Koum erinnerte in einem Blogeintrag daran, dass einfache Status-Updates beim Start vor acht Jahren die ursprüngliche Funktion von WhatsApp waren, bevor der Dienst auf Kurzmitteilungen umschwenkte.

    Heute konkurriert die Funktion eher mit neueren Konkurrenten wie Snapchat: Die eingebaute WhatsApp-Kamerafunktion erlaubt es, Bilder mit Emojis, Texten oder Zeichnungen zu ergänzen.

    Facebook hatte WhatsApp mit inzwischen mehr als einer Milliarde Nutzer vor gut zwei Jahren für fast 22 Milliarden Dollar gekauft. Bisher lief es so, dass WhatsApp sich auf das schnörkellose Kurzmitteilungen als SMS-Ersatz konzentrierte, während die Multimedia-Funktionen dem Facebook Messenger vorbehalten waren.

    dpa

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    Russischer Autobauer Lada will 740 Mitarbeiter entlassen

    Russischer Autobauer Lada will 740 Mitarbeiter entlassen


    Der krisengeschüttelte russische Autobauer Lada will 740 Mitarbeiter entlassen. Das entspreche weniger als zwei Prozent der Belegschaft, teilte der Konzern Avtovaz in der Wolgastadt Togliatti am Montag mit. Zugleich schaltete der Hersteller wieder von...

    Der krisengeschüttelte russische Autobauer Lada will 740 Mitarbeiter entlassen. Das entspreche weniger als zwei Prozent der Belegschaft, teilte der Konzern Avtovaz in der Wolgastadt Togliatti am Montag mit. Zugleich schaltete der Hersteller wieder von einer Vier- auf eine Fünftagewoche um.

    In den vergangenen Jahren hatte der russische Marktführer Tausende Mitarbeiter entlassen, um Kosten zu senken. Aber erst im Januar hatte Konzernchef Nicolas Maure der Deutschen Presse-Agentur gesagt: «Dieses Jahr sind keine harten Maßnahmen geplant.»

    Den nun betroffenen Arbeitern sollen offene Stellen in anderen Projekten von Avtovaz angeboten werden, wie der Konzern mitteilte. Maure hatte gesagt, dass Hunderte Avtovaz-Mitarbeiter in einem geplanten Call-Center einer russischen Bank Arbeit finden könnten.

    Die Traditionsmarke Lada steckt in einer tiefen Krise. Im vergangenen Jahr hatte der Konzern 44,8 Milliarden Rubel (rund 710 Millionen Euro) Verlust gemacht, 2015 lag das Minus bei 73,9 Milliarden Rubel. Bis 2018 will Maure aus der Verlustzone herauskommen.

    Lada leidet auch unter der Autokrise im größten Flächenstaat der Welt. Seit 2012 kaufen die Russen angesichts der Wirtschaftskrise in dem Land immer weniger Fahrzeuge, der Absatz hat sich auf insgesamt rund 1,4 Millionen Neuwagen halbiert.

    dpa

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    Verteidigungsminister James Mattis: USA sind nicht wegen Erdöl im Irak

    Verteidigungsminister James Mattis: USA sind nicht wegen Erdöl im Irak


    Die USA sind nach den Worten von Verteidigungsminister Jim Mattis nicht im Irak, um sich dort Erdöl anzueignen. Amerikaner bezahlten in aller Regel immer für ihr Gas und ihr Öl, sagte Mattis am Montag vor einem unangekündigten Besuch in Bagdad. Er...

    Die USA sind nach den Worten von Verteidigungsminister Jim Mattis nicht im Irak, um sich dort Erdöl anzueignen.

    Amerikaner bezahlten in aller Regel immer für ihr Gas und ihr Öl, sagte Mattis am Montag vor einem unangekündigten Besuch in Bagdad. Er ging damit auf Distanz zu Äußerungen von US-Präsident Donald Trump. Dieser hatte im Januar vor Vertretern des Geheimdienstes CIA erklärt, die USA hätten 2003 nach dem Sturz von Staatschef Saddam Hussein das irakische Öl beschlagnahmen sollen. Vielleicht gebe es aber eine weitere Chance dafür.

    Eine solche Aneignung irakischen Öls stehe nicht auf der Tagesordnung seiner Gespräche im Irak, sagte Mattis. Der Verteidigungsminister will sich in Bagdad aus erster Hand über den Fortgang der Offensive gegen die Islamisten-Miliz IS in deren Hochburg Mossul informieren.

    Es ist nicht das erste Mal, dass Mattis eine andere Ansicht als Trump vertritt. So hat der Präsident eingeräumt, dass der Minister nicht seine Einschätzung teilt, dass die Anwendung von Foltermethoden bei Verhören sinnvoll sein könne.

    Reuters

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    Amazon will trotz Brexit in Großbritannien 5.000 Stellen schaffen

    Amazon will trotz Brexit in Großbritannien 5.000 Stellen schaffen


    Der Onlinehändler Amazon.com setzt trotz des geplanten EU-Austritts auf den Standort Großbritannien. In diesem Jahr werde man die Rekordzahl von 5.000 Stellen im Königreich schaffen, teilte das US-Unternehmen am Montag mit. Damit steige die Zahl der...

    Der Onlinehändler Amazon.com setzt trotz des geplanten EU-Austritts auf den Standort Großbritannien.

    In diesem Jahr werde man die Rekordzahl von 5.000 Stellen im Königreich schaffen, teilte das US-Unternehmen am Montag mit. Damit steige die Zahl der Mitarbeiter dort auf 24.000. Mit dem Schritt sollten Kunden ihre Waren schneller erhalten und eine größere Auswahl bekommen, sagte der für Großbritannien zuständige Manager Doug Gurr.

    Amazon hatte mindestens 2.000 der 5.000 neu zu schaffenden Stellen bereits angekündigt. Das Unternehmen hat wie andere Konzerne, darunter Google oder Apple, erklärt, das überraschende Brexit-Votum werde die Pläne für Investitionen in Großbritannien nicht beeinträchtigen. Auch die Regierung in London bemüht sich, Firmen im Land zu halten. Allerdings könnten in der Finanzbranche Tausende Stellen wegfallen.

    Die Regierung will bis Ende März bei der EU die offizielle Austrittserklärung einreichen. Danach bleiben für die Scheidungsverhandlungen zwei Jahre Zeit.

    Reuters

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    Ifo-Chef Fuest: „Griechenland war nie bereit, die Reformvereinbarungen durchzusetzen“

    Ifo-Chef Fuest: „Griechenland war nie bereit, die Reformvereinbarungen durchzusetzen“


    Clemens Fuest glaubt, dass Italien zum nächsten Krisenland innerhalb der Eurozone werden könnte. Die Währungsprobleme seien noch nicht überwunden, so der Chef des Ifo-Instituts. Dazu kämen mehrere hausgemachte Probleme wie die Bankenkrise und die...

    Clemens Fuest glaubt, dass Italien zum nächsten Krisenland innerhalb der Eurozone werden könnte. Die Währungsprobleme seien noch nicht überwunden, so der Chef des Ifo-Instituts. Dazu kämen mehrere hausgemachte Probleme wie die Bankenkrise und die enorme Verschuldung.

    In einem Interview mit „Spiegel Online“, erklärt der 48-jährige Nachfolger von Hans-Werner Sinn, dass die Italiener die Europäische Union mittlerweile viel kritischer sehen würden, als noch vor einigen Jahren. Fuest fürchtet nun Neuwahlen, „bei denen die Fünf-Sterne-Bewegung von Beppe Grillo gewinnt und dann mit einem Euro-Austritt droht“. Griechenland sei wegen seiner geringen Größe weniger „gefährlich für die Eurozone insgesamt“, urteilt der Münchner Professor für Volkswirtschaftslehre.

    Trotzdem spart Fuest nicht mit Kritik an der griechischen Reformpolitik. „Das ganze Hilfsprogramm für Griechenland war eine einzige Irreführung“. Und weiter: „Weil die Kredite nicht zurückgezahlt werden können, sind es eigentlich Transfers.“ Griechenland sei offenkundig nie breit gewesen, die unterschriebenen Reformvereinbarungen auch tatsächlich umzusetzen.

    Stattdessen habe der griechische Premier Alexis Tsipras vor Weihnachten „ein paar Millionen an die Rentner“ verteilt. Dabei besitze das Land gar keine finanziellen Spielräume, betont Fuest im Gespräch mit „Spiegel Online“. Der Ifo-Chef spricht sich dafür für eine stärkere Machtposition von „Technokraten mit klaren Regeln“ aus.

    Heißt im Klartext: Über künftige Krisen von Banken oder Staaten sollen nicht mehr Regierungschefs entscheiden, sondern entsprechende Institutionen – als positives Beispiel nennt er die Europäische Bankenaufsicht. Derartige Institutionen hätten schließlich ein Mandat, so Fuest - außerdem seien gut für die Demokratie. Der gebürtige Münsterater hat erst kürzlich ein neues Buch veröffentlicht. Es heißt „Der Odysseus-Komplex“. Der Untertitel lautet „Ein pragmatischer Vorschlag zur Lösung der Eurokrise“.

    Fuest möchte die Verschuldung der Staaten möglichst niedrig halten, außerdem möchte er die Machtbefugnisse der Europäischen Zentralbank teilweise einschränken. Deren Chef Mario Draghi habe es den Politikern zu leichtgemacht. Sie hätten die Krise müssen — nicht er.

    Auf die Frage nach der Wirtschaftspolitik des neuen US-Präsidenten Donald Trump reagiert der Ifo-Chef mit Sorge. Sollten die von Trump angekündigten Maßnahmen kommen, „wäre das ein echtes Problem für Deutschland“. Rund eine Million Arbeitsplätze würden hierzulande mit den Exporten in die USA zusammenhängen. „Wir müssen also sehr große Verwerfungen fürchten“, sagt der Volkswirt.

    Es müsse aber nicht alles so kommen, betont er im nächsten Moment. Wenn zum Beispiel Importzölle für alle Länder gleichermaßen eingeführt werden, könnte man das leichter verkraften. „Voraussichtlich würde der Dollar aufwerten, sodass die Zölle zumindest teilweise ausgeglichen werden.“ Fuest unterstreicht außerdem die enge Verzahnung der Staaten.

    Das von Donald Trump aufgelegte Infrastrukturprogramm könne gar nicht ohne deutsche Maschinen umgesetzt werden, so der Münchner Professor. „Die US-Wirtschaft kann viele Dinge nicht ohne das Ausland, genau wie das für unsere Wirtschaft gilt. Gerade weil das so ist, glaube ich nicht, dass es zu einem solchen Extrem kommt.“

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    „Merkel unterwirft sich“ — nach Premier Yildirim will nun auch Erdoğan Deutschland besuchen

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    Es war wie ein Heimspiel für den türkischen Ministerpräsidenten Yildirim Binali. „Türkiye“ schallte es am Samstag aus den Lautsprechern der Oberhausener Arena. Während seiner Rede, in der er für die Einführung des Präsidialsystems warb,...

    Es war wie ein Heimspiel für den türkischen Ministerpräsidenten Yildirim Binali. „Türkiye“ schallte es am Samstag aus den Lautsprechern der Oberhausener Arena. Während seiner Rede, in der er für die Einführung des Präsidialsystems warb, brandete ein ums andere Mal Jubel auf. „Seid ihr für eine große Türkei? Eine starke Türkei?“, rief der AKP-Politiker den fast 10.000 Zuhörern entgegen und fügte hinzu: „Dann gebt eine Antwort, die ganz Europa, die ganze Welt hören kann!“ 

    Der Name der Kundgebung war mit „Wer sein Land liebt, sagt 'Ja'“ unmissverständlich. Und nur kurz darauf hat am Wochenende auch der türkische Präsident Recep Erdoğan angekündigt, zeitnah Wahlkampf in Deutschland machen zu wollen. Denn bei der im April anstehenden Volksabstimmung  geht es für ihn um viel. Sollte er gewinnen, könnte der zunehmend autoritäre Politiker theoretisch bis zum Jahr 2034 Staatsoberhaupt bleiben.

    Doch in der deutschen Politik wächst der Widerstand gegen einen Auftritt Erdoğans hierzulande. „Ich halte nichts davon, dass die türkische Regierung deutschen Boden für den Wahlkampf benutzt“, sagt Klaus Ernst, stellvertretender Vorsitzender der Linken-Fraktion im Bundestag, im Gespräch mit dem Business Insider. Für ihn ist klar: „Wenn es rechtlich möglich  ist, sollte man einen Erdogan-Auftritt verbieten.“

    „Uns sind rechtlich die Hände gebunden“

    Doch genau das ist das Problem. Zwar würde die nordrhein-westfälische Landesregierung dem türkischen Staatschef gerne einen Wahlkampfauftritt, der sehr wahrscheinlich wie bereits 2014 an Rhein und Ruhr stattfinden dürfte, verbieten — doch  NRW-Integrationsminister Rainer Schmeltzer (SPD) sieht schlicht keine juristische Handhabe: „Wir sehen das mit großer Sorge, aber rechtlich sind uns die Hände gebunden.“ Diplomatisch sei hier zunächst die Bundesregierung gefordert.

    Bundeskanzlerin Angela Merkel äußerte sich bislang zwar noch nicht. Man gehe davon aus, „dass innertürkische Konflikte nicht auf deutschem Boden ausgetragen werden“, hieß es aus dem Kanzleramt.

    In ihrer Partei mehrt sich allerdings der Unmut über die Wahlkampfeinlagen der türkischen Regierung. Der Großstadtbeauftragte der Unionsfraktion im Bundestag, Kai Wegner (CDU), sagte der „Welt“: „Die Erdogan-AKP ist eine Partei, welche Journalisten und Oppositionelle einsperrt.“ Wer, wie in Oberhausen geschehen, „diese Partei öffentlich abfeiert, schürt massive Zweifel daran, ob er noch auf dem Boden der freiheitlich-demokratischen Grundordnung steht, und muss sich die Frage gefallen lassen, ob er mit dem liberalen Deutschland seinen Lebensmittelpunkt richtig gewählt hat“.

    Mehr als zwei Drittel der Deutsch-Türken wählten 2014 Erdoğan

    Besonders heftig empört sich jedoch die Opposition. Die Fraktionsvorsitzende der Linken im Bundestag, Sahra Wagenknecht, hielt es gegenüber der „Welt“ sogar „eine weitere Unterwerfungsgeste“ gegenüber Erdoğan, „dass Kanzlerin Angela Merkel (CDU) den Propagandafeldzug des türkischen Ministerpräsidenten in Deutschland ermöglicht hat“. Den Yildrin-Auftritt hätte die Bundesregierung ihrer Meinung nach verhindern müssen.

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    Von den knapp drei Millionen türkischstämmigen Menschen, die in Deutschland leben, sind 1,4 Millionen in der Türkei wahlberechtigt. Viele haben noch nicht die deutsche Staatsbürgerschaft beantragt, andere besitzen einen Doppelpass.

    Erdogan konnte sich zuletzt auf  ihre strikte Treue verlassen: Bei der Präsidentenwahl von 2014 erhielt er in der Bundesrepublik mehr als zwei Drittel der abgegebenen Stimmen, im eigenen Land sprachen ihm damals dagegen nur rund die Hälfte der Wahlberechtigten ihr Vertrauen aus.

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    Dieses Detail über das Logo der Deutschen Bank dürften die wenigsten kennen (514000)

    Dieses Detail über das Logo der Deutschen Bank dürften die wenigsten kennen (514000)


    Welche Tonfolge kommt euch in den Sinn, wenn ihr „Telekom“ hört? Ein Logo braucht Wiedererkennungswert. Dass Unternehmen immer mehr auf einfache und simple Logos setzen, merkt man gut an der Entwicklung des Apple-Logos: Es zeigte am Anfang noch...

    Welche Tonfolge kommt euch in den Sinn, wenn ihr „Telekom“ hört? Ein Logo braucht Wiedererkennungswert. Dass Unternehmen immer mehr auf einfache und simple Logos setzen, merkt man gut an der Entwicklung des Apple-Logos: Es zeigte am Anfang noch Isaac Newton, der an einen Apfelbaum gelehnt sitzt und liest. Über ihm leuchtete ein Apfel und im Rand des Bildes stand: „Newton… A Mind Forever Voyaging Through Strange Seas of Thought… Alone.“ (Deutsch: „Newton... Ein Verstand, der für immer durch die sonderbaren Meere der Gedanken wandert... Alleine.“)

    Doch das hat sich über die Jahre verändert, mittlerweile setzt das Unternehmen auf einen einfarbigen, simplen Apfel:

    via GIPHY

    Dass ein schlichtes Logo besser ist, merkte die Deutsche Bank offenbar bereits 1972, als das Finanzinstitut acht namhafte Grafiker mit der Gestaltung eines neuen Logos beauftragte. Von allen Vorschlägen hat sich die Deutsche Bank schließlich für den von Anton Stankowski entschieden: der „Schrägstrich im Quadrat“ — so die offizelle Bezeichnung. Seit 1974 sieht das offizielle Logo der Bank so aus:

    Es soll „Wachstum in einem stabilen Umfeld“ darstellen, sagte Stankowski damals über seinen Entwurf. Die Deutsche Bank selbst gibt auf ihrer Webseite an, dass das Logo alle Qualitätskriterien erfülle:

    Durch seine einfache, plakative Gestalt habe das Logo einen hohen Aufmerksamkeits- und Erinnerungswert. Das Logo unterstütze die Identität der Deutschen Bank: der „Schrägstrich” stehe für kontinuierliches Wachstum und eine dynamische Entwicklung, das umrahmende Quadrat für Sicherheit und ein kontrolliertes Umfeld. Es sei nahezu unbegrenzt anzuwenden und medienübergreifend einsetzbar. Das Logo sei auch in der Verkleinerung oder auf große Distanzen deutlich lesbar.

    Damals sorgte das Logo jedoch für Diskussionen. Der Grund war der vermeintlich geringe Aufwand, den Stankowski betreiben musste, um den Zuschlag von der Deutschen Bank zu erhalten. Die „Bild“ titelte damals in Anspielung auf die angebliche Bezahlung Stankowskis: „Maler verdient mit fünf Strichen 100.000 Mark“. 

    Dass das Erfolgsrezept von Firmenlogos in der Einfachheit liegt, war damals offenbar noch nicht jedem bewusst. Auch wenn das Logo damals für viele nach einer Arbeit von wenigen Minuten aussah, steckte dahinter ein zwei Jahre langer Prozess, heißt es beim Branchen-Portal „Werben und Verkaufen“. 

    Stankowski nahm das Design sehr ernst. Er soll einmal gesagt haben: „Ich kann nicht morgens Kunst und nachmittags Design machen. Design oder Kunst, es muss einfach gut sein.“

    Die Kuratorin Theres Rohde glaubt, Stankowski hätte damit nicht nur unverwechselbares Markensymbol erschaffen, sondern auch einen Meilenstein der Kunstgeschichte: „Besonders weil viele auch Fragen: ‚Was ist denn Konkrete Kunst?‘ Und wir können sagen: ‚Schaut Euch das Deutsche Bank-Logo an‘“, zitiert sie der Deutschlandfunk.

    Seit mehr als 40 Jahren hat sich das Logo bewährt — seit 2005 übrigens auch in dreidimensionalem Format. 

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    So einfach ließen sich die US-Wahlcomputer im Labor manipulieren

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    US-Präsident Donald Trump dürfte diese Nachricht nicht gefallen. Sicherheitsforscher haben mit relativ wenig Aufwand einen Wahlcomputer so manipuliert, dass dieser falsche Abstimmungsergebnisse hätte anzeigen können. Manipulation noch vor US-Wahl...

    US-Präsident Donald Trump dürfte diese Nachricht nicht gefallen. Sicherheitsforscher haben mit relativ wenig Aufwand einen Wahlcomputer so manipuliert, dass dieser falsche Abstimmungsergebnisse hätte anzeigen können.

    Manipulation noch vor US-Wahl möglich gewesen

    Sicherheitsforscher von Cylance machten noch vor der US-Wahl auf sich aufmerksam, indem sie mitteilten, sie hätten einen Wahlcomputer manipuliert. Es handle sich um einen Wahlcomputer der Reihe Sequoia AVC Edge Mk1, der angeblich gehackt werden konnte. Besonders brisant ist dies zum einen, weil Trump selbst die Wahlergebnisse schon vor dem Ausgang der Wahl immer wieder kritisierte und ankündigte, dagegen vorgehen zu wollen und zum Anderen natürlich auch, weil der Wahlautomat in verschiedenen US-Bundesstaaten zum Einsatz kam.

    Stuart McClure, einer der Forscher, kaufte sich bei Ebay ein derartiges Modell des Wahlcomputers und entschloss sich nach dem relativ einfachen Hack, diese Informationen zu veröffentlichen. Als Plattform wählte er die „Hacking Exposed“-Veranstaltung der RSA Conference und zeigte deutlich, wie einfach die Manipulation stattfinden konnte.

    Manipulation online nicht machbar

    Der Hack setzt voraus, dass die Person, die den Wahlcomputer manipuliert, auch Zugang zu diesem hat. Online-Hacking ist demzufolge nicht möglich, sondern nur eine Manipulation vor Ort. Via PCMIA-Speicherkarte kann eine manipulierte Version der Software aufgespielt werden. Der Steckplatz befindet sich auf der Rückseite der Maschine, kann aber in der Wahlkabine leicht erreicht werden, schließlich stehe man bei einer Wahl vor dem Wahlautomaten und ist vor den neugierigen Blicken der anderen Wähler geschützt.

    Ein erneutes Booten des Wahlautomats führt dazu, dass sich die Maschine die neue Software zieht und somit Daten wie der Wahlbezirk die Stimmenanzahl und selbst die Kandidatennamen nach Belieben verändert werden können, wie die Webseite „Heise“ berichtet.

    Das Ganze soll innerhalb weniger Minuten möglich sein und die Manipulation hätte theoretisch auch während der US-Wahl durchgeführt werden können. Untersuchungen dazu gab es allerdings nie, wie McClure bemerkte.

    Im Vorfeld der Wahl befürchtete man Manipulation von Clinton-Befürwortern sowie von der russischen Regierung. Diese Vorwürfe standen lange im Raum, konnten allerdings nie nachgewiesen werden.

    U.S. inquiries into Russian election hacking include three FBI probes https://t.co/u0oF5tnB5P pic.twitter.com/lOeDDbJT1b

    — Computer Geek (@LadyITGeek) February 18, 2017

     

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    Forscher haben herausgefunden, warum ihr eure Schlüssel nie wiederfindet

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    Ihr seid spät dran, findet aber den Schlüssel, das Smartphone oder etwas anderes Wichtiges nicht und werdet langsam nervös — Tausende von Menschen erleben diese Situation jeden einzelnen Tag. Und meistens sind es die verflixten Schlüssel, die...

    Ihr seid spät dran, findet aber den Schlüssel, das Smartphone oder etwas anderes Wichtiges nicht und werdet langsam nervös — Tausende von Menschen erleben diese Situation jeden einzelnen Tag. Und meistens sind es die verflixten Schlüssel, die spurlos verschwunden sind — doch genau ohne die könnt ihr nicht aus dem Haus gehen. 

    Sich vorzunehmen, die Schlüssel jeden Tag an der gleichen Stelle zu Hause abzulegen, ist eine gute Idee. Nur blöd, wenn man sich leider doch nie daran hält und panisch danach sucht, sobald man aus dem Haus möchte.

    Dabei gibt es eine logische Erklärung, weshalb es so schwer ist, die Schlüssel zu finden, wenn man keinen festen Platz dafür hat (oder diesen nicht nutzt).

    Experimente gaben Aufschluss über das Suchverhalten in Stresssituationen

    Laut eines Artikels der „Welt“ haben schottische Forscher der „University of Aberdeen“ nun herausgefunden, warum es so schwer ist, etwas zu finden, was man sucht. Mithilfe zweier Experimente ließen sie Teilnehmer auf einem Computerbildschirm nach versteckten Gegenständen suchen.

    Wie es auch in einer typischen Wohnung der Fall ist, gab es auf den Suchbildern sowohl freie, aufgeräumte Stellen, als auch Stellen, die nahezu „zugemüllt“ und völlig unübersichtlich waren. Die gesuchten Gegenstände, beziehungsweise Symbole sollten so schnell wie möglich gefunden werden.

    Übersichtliche Stellen werden zuerst durchsucht

    Auffällig war für die Wissenschaftler, dass fast die Hälfte der Teilnehmer zuerst die freien, übersichtlichen Stellen durchsuchte, anstatt sich direkt auf das Chaos zu konzentrieren. Auch wenn auf den ersten Blick ersichtlich war, dass die freien, aufgeräumten Flächen diesen Gegenstand nicht beinhalten konnten, richtete eine Vielzahl von Teilnehmern ihren Blick darauf, wie die Forscher in ihrem Bericht festhalten.

    Dass wir Menschen nicht nur bei solchen Suchbildern so handeln, sondern tatsächlich auch beim Suchen unseres Schlüssels, ist logisch. Damit versuchen wir lediglich, uns Arbeit zu ersparen und den einfachsten Weg zu gehen. Immerhin kann der Schlüssel ja doch genau vor unserer Nase liegen und wir übersehen ihn lediglich — so zumindest unsere Hoffnung.

    Effizienter, sich direkt auf unübersichtliche Bereiche zu konzentrieren

    Die Forscher nennen die Vorgehensweise allerdings „ineffizient“ und empfehlen, direkt an unübersichtlichen Stellen zu schauen. Wenn wir den gesuchten Gegenstand auf freien Stellen nicht sofort erblicken, ist es völlig nutzlos, Mühe und Zeit zu verschwenden, um genau da weiterzusuchen. Wenn ihr das nächste Mal also nach eurem Schlüssel sucht, solltet ihr euch also besser sofort dem Chaos auf eurem Schreibtisch widmen.

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    May macht Zukunft von Opel-Schwester Vauxhall zur Chefsache (A1C9CM)

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    Die britische Premierministerin Theresa May will sich bei Peugeot-Chef Carlos Tavares persönlich für den Fortbestand der Opel-Schwester Vauxhall einsetzen. Es werde zu einem Treffen Mays mit Tavares auf Initiative der Franzosen kommen, erklärte ein...

    Die britische Premierministerin Theresa May will sich bei Peugeot-Chef Carlos Tavares persönlich für den Fortbestand der Opel-Schwester Vauxhall einsetzen.

    Es werde zu einem Treffen Mays mit Tavares auf Initiative der Franzosen kommen, erklärte ein Regierungssprecher in London, ohne ein Datum zu nennen. Mit Bundeskanzlerin Angela Merkel gibt es bisher ebenfalls noch keinen Termin für ein Gespräch mit Tavares, das dieser anstrebt.

    Merkel ist einem Sprecher zufolge aber stets über den laufenden Austausch der Bundesregierung mit allen Beteiligten informiert. Die Opel-Mutter General Motors hatte vergangene Woche erklärt, Opel/Vauxhall nach jahrelangen Verlusten an Peugeot verkaufen zu wollen. Opel hat in Deutschland gut 19.000 Mitarbeiter, Vauxhall in Großbritannien rund 4500.

    Die Bundesregierung steht dem Wirtschaftsministerium zufolge auch in Kontakt mit der britischen Regierung. Man wolle sich nicht gegen die Briten ausspielen lassen. In Großbritannien wächst die Sorge um Vauxhalls Zukunft, nachdem die „Bild am Sonntag“ berichtet hatte, Peugeot wolle alle vier Standorte bei Opel in Deutschland erhalten. Wirtschaftsstaatssekretär Matthias Machnig sagte dazu am Montag in der ARD, es gebe „konstruktive Signale“, aber noch keine verbindlichen Zusagen zu Job- und Standortgarantien, Machnig koordiniert die Kontakte der Bundesregierung zu allen Beteiligten.

    Opel-Chef Karl-Thomas Neumann bezeichnete den geplanten Zusammenschluss als Chance. Auch der Betriebsrat begrüßte das Vorhaben, machte seine Zustimmung aber von der Sicherung der Arbeitsplätze abhängig. Insidern zufolge gibt es von PSA Signale, die deutschen Opel-Standorte in Rüsselsheim, Kaiserslautern, Eisenach und Bochum zu erhalten und bis Ende 2018 keine betriebsbedingten Kündigungen auszusprechen.

    Eine Gelegenheit, die Pläne vorzustellen, hat Peugeot-Chef Tavares am Donnerstag bei der Bilanzpressekonferenz des Autobauers. Ob er sich äußert, ist aber unklar.

    Die britische Gewerkschaft Unite befürchtet, nach Beschäftigungszusagen für Deutschland könnte eine der beiden Fabriken auf der Insel geschlossen werden. Gewerkschaftschef Len McCluskey werde Tavares wohl am Freitag in London treffen. Die Gewerkschaft treibt ohnehin schon die Furcht um, durch den EU-Austritt Großbritanniens könnte die Industrie abwandern.

    In Deutschland ist auch die IG Metall in die Gespräche mit Politik und Unternehmen eingebunden. Die Gewerkschaft werde darauf pochen, dass Tarifverträge auch bei einem Eigentümerwechsel eingehalten würden, sagte Bezirksleiter Jörg Köhlinger.

    Ein Tavares-Treffen mit dem britischen Wirtschaftsminister Greg Clark ist für Ende der Woche geplant. Der „Financial Times“ zufolge soll Clark ähnliche Zusagen wie an Nissan angeboten haben. Dem japanischen Autobauer garantierte die Regierung trotz Brexit ungehinderten Zugang zum europäischen Binnenmarkt, damit er weiter in Großbritannien produziert.

    Auf Peugeot kämen mit dem Kauf womöglich milliardenschwere Pensionslasten zu. Diese belaufen sich für Vauxhall nach Informationen von Insidern auf eine Milliarde Pfund (rund 1,2 Milliarden Euro). Bei Opel sind es dem früheren Betriebsratschef Klaus Franz zufolge rund 4,6 Milliarden Euro.

    Reuters

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    Bundesbank warnt vor Preisexplosion am Immobilienmarkt

    Bundesbank warnt vor Preisexplosion am Immobilienmarkt


    Die Bundesbank schlägt wegen der stark steigenden Preise für Wohneigentum in deutschen Städten Alarm. Im vergangenen Jahr hätten dort die Preise um geschätzte 15 bis 30 Prozent über dem gerechtfertigten Niveau gelegen, teilte die Notenbank am...

    Die Bundesbank schlägt wegen der stark steigenden Preise für Wohneigentum in deutschen Städten Alarm.

    Im vergangenen Jahr hätten dort die Preise um geschätzte 15 bis 30 Prozent über dem gerechtfertigten Niveau gelegen, teilte die Notenbank am Montag mit. "Die Preisabweichungen nahmen vor allem bei Eigentumswohnungen in den Großstädten zu." Günstige Immobilienkredite und auch die wirtschaftlichen Daten könnten nur einen Teil dieser Entwicklung erklären. Ökonomen weisen seit längerem darauf hin, dass wegen der langen Niedrigzinsphase und mangelnden Anlage-Alternativen Preisblasen am Immobilienmarkt entstehen können.

    Die Bundesbank machte allerdings keine konkreten Angaben zu dem Niveau, das sie als gerechtfertigt ansieht. Sie setzt bei ihren Analysen die Preise ins Verhältnis zu den längerfristigen wirtschaftlichen Perspektiven sowie zur wahrscheinlichen Bevölkerungsentwicklung.

    Laut Bundesbank stiegen die Preise für Wohneigentum im vergangenen Jahr in den Städten um insgesamt acht Prozent. Zwischen 2010 und 2015 seien es durchschnittlich 6,75 Prozent gewesen. In den Metropolen Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, München und Stuttgart sei die Dynamik erneut „überdurchschnittlich hoch“ gewesen.

    Dort hatte sich Wohnraum bereits in den vergangen Jahren am stärksten verteuert. Auch die Mieten in den Städten nahmen 2016 deutlich um 4,75 Prozent zu. Ähnlich stark seien sie zuletzt in den Jahren 2011/12 geklettert. Die Bundesbank stützte sich bei ihrer Analyse zum Teil auf Daten des Marktforschungsinstituts Bulwiengesa.

    Die Notenbank betonte, die Einwohnerzahl in den Ballungszentren habe weiter zugenommen. Der neu entstandene Wohnraum habe nicht ausgereicht, um den Preisdruck zu begrenzen. Dazu könnten bei Investoren Metropolen noch stärker in den Blick geraten sein.

    Mit ihrem Bericht liefert die Bundesbank Kritikern der ultra-lockeren Geldpolitik der EZB neue Munition. Denn diese warnen seit langem, dass die Geldflut zu Übertreibungen an den Märkten führen kann.

    Ein für die Bundesregierung erstelltes Gutachten der sogenannten Immobilienweisen des Branchenverbands ZIA kam kürzlich zu ähnlichen Schlüssen. Für die Großstädte Frankfurt und Hamburg errechneten die ZIA-Experten eine Preisübertreibung von 40 Prozent, für Köln, Berlin und Stuttgart von 50 Prozent. In München liege die Überhitzung der Preise sogar bei 75 Prozent. Zur Kalkulation verglichen die ZIA-Experten unter anderem in den Städten die Miet- mit der Kaufpreisentwicklung ausgehend vom Jahr 2004.

    Reuters

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    Fillon holt im französischen Präsidentschaftswahlkampf wieder auf

    Fillon holt im französischen Präsidentschaftswahlkampf wieder auf


    Der konservative französische Politiker Francois Fillon holt laut einer neuen Umfrage im Rennen um die Präsidentschaft wieder auf. Nachdem er wegen in den vergangenen Wochen wegen Vorwürfen einer Scheinbeschäftigung seiner Frau weit zurückgefallen...

    Der konservative französische Politiker Francois Fillon holt laut einer neuen Umfrage im Rennen um die Präsidentschaft wieder auf.

    Nachdem er wegen in den vergangenen Wochen wegen Vorwürfen einer Scheinbeschäftigung seiner Frau weit zurückgefallen war, liegt er nach einer am Montag veröffentlichten Umfrage des Instituts Opinionway zusammen mit dem unabhängigen Präsidentschaftskandidat Emmanuel Macron nun wieder an zweiter Stelle mit je 20 Prozent. Die Chefin des rechtsextremen Front National, Marine Le Pen, führt demnach für den ersten Wahlgang mit 27 Prozent.

    Le Pen führt seit längerem die Umfragen für den ersten Wahlgang an. Für den zweiten Wahlgang sehen die Umfragen den bürgerlichen Gegenkandidaten vorne, gleich wer es am Ende sein wird. Da Fillon nun gegenüber Macron wieder aufgeholt hat, gilt als unsicher, wer es gegen Le Pen in die Stichwahl am 7. Mai schafft. In den vergangenen Wochen hatte der sehr europafreundliche frühere Wirtschaftsminister Macron in Führung gelegen. Seine Bewegung "En Marche" hatte beklagt, dass Macron Opfer gezielter russischer Falschmeldungen werde. Zudem gebe es Hunderte Angriffe auf das Computersystem des Wahlkampfteams, die von Russland aus gesteuert würden.

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    NSU-Prozess läuft noch bis mindestens Januar 2018

    NSU-Prozess läuft noch bis mindestens Januar 2018


    Der NSU-Prozess gegen Beate Zschäpe und die Mitangeklagten vor dem Oberlandesgericht München geht in ein weiteres Jahr. Das Gericht legte nach Angaben vom Montag neue Verhandlungstermine bis in den Januar 2018 fest. Das Verfahren läuft seit Mai 2013,...

    Der NSU-Prozess gegen Beate Zschäpe und die Mitangeklagten vor dem Oberlandesgericht München geht in ein weiteres Jahr.

    Das Gericht legte nach Angaben vom Montag neue Verhandlungstermine bis in den Januar 2018 fest. Das Verfahren läuft seit Mai 2013, Zschäpe wird unter anderem die Beteiligung an zehn rechtsextremistisch motivierten Morden vorgeworfen.

    Das Strafverfahren gegen sie und vier mutmaßliche Helfer des „Nationalsozialistischer Untergrunds“ (NSU) zählt zu den spektakulärsten und umfangreichsten der deutschen Geschichte. Binnen zehn Jahren tötete die Gruppe laut Anklage unerkannt von den Sicherheitsbehörden Männer griechischer und türkischer Abstammung und eine Polizistin, verübte Bombenanschläge und Raubüberfälle. Beobachter hatten zuletzt ein Urteil für das Frühjahr 2017 erwartet, der Prozess verzögert sich jedoch immer wieder. Zuletzt gab es Streit über ein psychiatrisches Gutachten zur Hauptangeklagten.

    Reuters

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    Apple kauft dieses Unternehmen — das könnte es für das neue iPhone bedeuten (865985)

    Apple kauft dieses Unternehmen — das könnte es für das neue iPhone bedeuten (865985)


    Apple ist bekannt dafür, immer wieder kleinere Startups aufzukaufen und die Ideen hinter den Entwicklungen in die eigenen Produkte, allen voran das iPhone, zu stecken. Nun hat Apple einen Kauf getätigt, der eine völlig neue Art der Cyber-Sicherheit...

    Apple ist bekannt dafür, immer wieder kleinere Startups aufzukaufen und die Ideen hinter den Entwicklungen in die eigenen Produkte, allen voran das iPhone, zu stecken. Nun hat Apple einen Kauf getätigt, der eine völlig neue Art der Cyber-Sicherheit bringen könnte.

    Israelisches Startup aufgekauft

    Das israelische Startup RealFace entwickelte eine Gesichtserkennungssoftware, die bislang vor allem in der App „Pickeez“ Verwendung findet. Mit dieser Software ist es möglich, dass Nutzer die besten Selfies aussuchen, die dann bei Twitter, Instagram, Snapchat, Facebook und Co. verbreitet werden können. Apple gefiel die Idee. Allerdings ist die Grundfunktion der App vermutlich nicht das, worauf es Apple eigentlich ankommt.

    Wie viel Apple sich den Deal kosten ließ, ist nicht bekannt. Fast sicher ist aber, dass dieser Kauf für Apple wohl ein Schnäppchen gewesen sein dürfte. Auch wenn Apple nun nur noch die zweitwertvollste Marke der Welt ist.

    ID mit Gesichtserkennung

    Gerüchten zufolge soll die neue iPhone-Generation eine Gesichtserkennung beinhalten. Wie diese genau aussehen wird ist noch unklar. Es steht im Raum, dass Apple auf Laser- und Infrarotscanner setzt, um das Gesicht abzutasten. Diese Technologie könnte nicht nur bei Selfies eingesetzt werden und in der eigenen Kamera-App Verwendung finden, sondern auch als Sicherheitsmerkmal dienen.

    Wie ein Fingerabdruck ist ein Gesicht in seinen Merkmalen einzigartig. Wenn Apple die Software einsetzt, um beispielsweise das iPhone zu entsperren oder aber um in-App-Käufe tätigen zu lassen, wäre das eine absolute Neuheit im Smartphone-Bereich.

    Neuer Produktbereich für die Software?

    Möglich ist auch, dass Apple die Technologie gar nicht im iPhone verbauen will, sondern sich damit auf andere Produktbereiche konzentrieren könnte. Apple-Fans werden spätestens im Herbst zur Präsentation des neuen iPhones wissen, ob die Software ihren Weg in das iOS 11 gefunden hat oder nicht.

    RealFace ist übrigens nicht die erste israelische Firma, die Apple aufkaufte. 2011 kaufte Apple bereits Anobit für geschätzte 400 Millionen US-Dollar, zwei Jahre später PrimeSense für 34 Millionen US-Dollar. PrimeSense entwickelt für Apple 3D-Sensoren, ein weiterer Hinweis auf die mögliche Verwendung der Technologie, um Gesichtserkennung beim iPhone 8 als Standard zu integrieren. Die Akquise von LinX für 20 Millionen US-Dollar im Jahr 2015 passt auf jeden Fall ins Bild, denn dieses Unternehmen spezialisierte sich auf Kamera-Technologien.

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    „Russische Aggressionen“: Poroschenko fordert Waffenlieferungen an Ukraine

    „Russische Aggressionen“: Poroschenko fordert Waffenlieferungen an Ukraine


    Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko fordert Waffenlieferungen an sein Land. „Wir verteidigen in der Ukraine Europa gegen die russischen Aggressionen. Und wir alle wissen, dass es nach der Ukraine auch andere Länder treffen kann“, sagte...

    Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko fordert Waffenlieferungen an sein Land.

    „Wir verteidigen in der Ukraine Europa gegen die russischen Aggressionen. Und wir alle wissen, dass es nach der Ukraine auch andere Länder treffen kann“, sagte Poroschenko der „Bild“. Russland teste von Donezk aus die modernsten Waffensysteme, die es auf der Welt gebe. Zur Verteidigung des Landes „brauchen wir dringend mehr defensive Waffen“, erklärte Poroschenko.

    Die Schuld dafür, dass das Friedensabkommen von Minsk nicht funktioniere, sieht er „einzig und allein bei Russland“. Diese Position teile auch US-Vizepräsident Mike Pence, mit dem er in München ein hervorragendes Gespräch gehabt habe. Am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz hatten sich die Außenminister Deutschlands, Russlands, Frankreichs und der Ukraine getroffen, um über eine Beruhigung der Lage zu beraten.

    Bundesaußenminister Sigmar Gabriel sagte danach, die Regierungen in Moskau und Kiew wollten auf die Konfliktparteien einwirken, um ab Montag einen Waffenstillstand in dem Gebiet zu erreichen. Außerdem wollten sie sich für den Abzug der schweren Waffen von der Front einsetzen. Die OSZE-Beobachter in der Region müssten zudem die Möglichkeit erhalten, die Waffen und die Einhaltung der Feuerpause zu kontrollieren. Das Rote Kreuz solle humanitären Zugang erhalten und sich um einen Gefangenenaustausch bemühen.

    Reuters

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    Angebliche Vergewaltigung einer 15-Jährigen: So perfide sollen Putins Leute gegen die Bundeswehr hetzen

    Angebliche Vergewaltigung einer 15-Jährigen: So perfide sollen Putins Leute gegen die Bundeswehr hetzen


    Der Vorwurf klang schrecklich: Mehrere im Baltikum stationierte Bundeswehrsoldaten hätten ein 15-jähriges litauisches Mädchen vergewaltigt. Das behaupteten Unbekannte in einer Mail, die in der vergangenen Woche an zahlreiche litauische Zeitungen und...

    Der Vorwurf klang schrecklich: Mehrere im Baltikum stationierte Bundeswehrsoldaten hätten ein 15-jähriges litauisches Mädchen vergewaltigt. Das behaupteten Unbekannte in einer Mail, die in der vergangenen Woche an zahlreiche litauische Zeitungen und TV-Stationen sowie Politiker ging. Einige örtliche Medien berichteten darüber.

    Die litauische Polizei ermittelte und stellte schnell fest, dass der Vorfall komplett erfunden war. Es gebe weder Täter noch Opfer, hieß es. Doch die Nachricht war längst in der Welt.

    Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) sagte am Freitag mit Verweis auf den Fall Lisa: „Was gut ist, dass wir jetzt die Muster kennen und schnell reagieren können.“ 2016 hatten russische Medien und deutsche Verschwörungs-Blogs berichtet, Flüchtlinge hätten in Berlin eine junge Russin vergewaltigt, die deutschen Behörden würden aber nichts unternehmen. „Alles auch erstunken und erlogen“, sagte von der Leyen. 

    Ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums wollte sich am Montag auf Anfrage des Business Insider nicht zu der Frage äußern, wen man als Urheber des perfiden Gerüchts vermute. Andere wissen nach eigenen Angaben dagegen längst, wer hinter der Propaganda-Attacke steckt: Der Leiter des höchsten militärischen Gremiums der Allianz, General Petr Pavel, behauptete am Samstag am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz: „Das ist ganz klar eine Fake-News und ich glaube, wir sollten davon mehr erwarten.“ Hinter den Angaben stecke Russland, das unzufrieden wegen der Entsendung von Nato-Truppen nah an seine Grenze sei, zitiert ihn die Nachrichtenagentur „Reuters“.

    Auch Litauens Präsidentin Dalia Grybauskaite sagte am Wochenende auf den Vorfall angesprochen: „Wir wissen, wer dahinter steht. Es ist natürlich Russland, das verärgert über die Stationierung der Nato-Soldaten auf unserem Boden ist.“

    Zeitung: „Deutschland marschiert in Litauen ein“

    Es ist nicht das erste Mal, dass der Kreml versucht, die Bundeswehr mit Fake-News oder plumper Propaganda zu diskreditieren.

    Als die ersten 70 Soldaten der Bundeswehr des neuen Nato-Bataillon im vor mehreren Wochen im Baltikum ankamen, berichtete der Putin-nahe russische Sender Rossija laut „Süddeutscher Zeitung“: „Deutschland marschiert in Litauen ein.“ Hinter der angeblichen Hilfe der Nato zum Schutz vor russischer Aggression stecke in Wahrheit eine „Okkupation des Baltikum“. Vilnius verliere „die letzten Reste seiner Souveränität“.

    Längst ist bekannt, dass der russische Präsident Wladimir Putin sich seit seiner Zeit beim Geheimdienst bestens auf Propaganda-Kriege versteht. Nicht nur Litauens Präsidentin Grybauskaite sieht die eigentliche Gefahr deshalb darin, dass die westlichen liberalen Demokratien von erfunden Nachrichten ausgehöhlt werden könnten „Das ist schon eine ernsthafte Herausforderung für die Demokratie“, sagte auch Bundeskanzlerin Angela Merkel.

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    Russland hat sich bislang nicht zum Vorwurf geäußert, es stecke hinter dem Bericht über die Vergewaltigung. Doch klar ist: Auch in Deutschland wird eifrig gegen die Nato und die Beteiligung der Bundeswehr an den Einsätzen zum Schutz des Baltikums gehetzt — etwa auf verschwörungstheoretischen Online-Hetzseiten.

    Und mit „RT Deutsch“ leisten sich die Russen sogar einen deutschsprachigen Propagandasender. Wie stark dessen „Nachrichten“ auf die Hunderttausenden Russlanddeutschen wirken, könnte sich bereits bei den Bundestagswahlen im September zeigen – denn viele von ihnen haben die deutsche Staatsbürgerschaft. Bei den jüngsten Landtagswahlen wählten viele dieser Zugewanderten Demoskopen zufolge die Putin-freundliche AfD.

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